Zeitung Heute : RÜHRSTÜCK Hachiko – Eine wunderbare Freundschaft

Stephanie Grimm

Die Akita-Rasse gilt als loyal, aber eigensinnig. Ihr Image befördert hat der Hund Hachiko, der nach dem Tod seines Herrchens zehn Jahre lang allabendlich auf einem Tokioter Bahnhof auf dessen Rückkehr wartete. 1987 wurde die Geschichte erstmals verfilmt, für das Remake von Lasse Hallström nun in eine US-Kleinstadt und die neunziger Jahre verlegt. Dem Musikprofessor Parker Wilson (Richard Gere) läuft ein Akita-Welpe zu. Der Widerstand seiner Frau löst sich schnell auf. Überhaupt fehlt es dem unaufgeregten Film an innerer oder äußerer Spannung. Und auch als Parabel auf die Unbegreiflichkeit des Todes taugt er kaum. Dazu wirken die Figuren zu blutleer. Im Mittelpunkt steht der Hund, dessen Perspektive bisweilen von der Kamera eingenommen wird – ohne ihn zu vermenschlichen. Für Hundefreunde. Stephanie Grimm

„Hachiko“, USA 2009,

93 Min., R: Lasse Hallström,

D: Richard Gere, Joan Allen

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