SCHIENENVERKEHR : Züge und Trams können viel Strom sparen

Markus Hecht untersucht nicht nur die Sicherheit von Zügen, sondern auch deren Umweltverträglichkeit. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Energieverbrauch, der sich auch im Nahverkehr noch senken lässt, obwohl dort bereits heute eine Person mit umgerechnet einem halben Liter Diesel 100 Kilometer weit befördert wird. Optimiert man den Betriebsablauf, kann der Energieverbrauch auf nicht elektrifizierten Strecken um weitere 30 Prozent sinken.

Besser ist aber allemal der Elektroantrieb. Während normalerweise ein Fahrzeug die beim Bremsen freiwerdende Energie in Wärme umwandelt, können Elektromotoren auch zum Bremsen eingesetzt werden und die dabei freiwerdende Energie in Strom zurück verwandeln.

Auch beim Heizen und Kühlen lässt sich Energie sparen. Hat ein Zug eine Klimaanlage, bleiben die Fenster geschlossen, die im geöffneten Zustand den Zug kräftig bremsen und so viel Energie kosten. Straßenbahnen wiederum brauchen im Winter oft mehr Heiz- als Bewegungsenergie, weil beim Türöffnen an jeder Haltestelle viel Wärme verloren geht. Sparsamer sind da Wärmepumpen, die zumindest bei Temperaturen über null Grad die Wagen heizen, indem sie die Außenluft ein wenig kühlen. Im Sommer wiederum verschaffen sie innen Kühlung, während sie die Umgebung etwas aufheizen. RHK

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