Zeitung Heute : Schön breit gefächert

Kombinationsstudiengang Medienberatung an der TU

Mascha Friedrich

Prognosen über Einschaltquoten oder Verbesserung von Gebrauchsanleitungen – das Tätigkeitsfeld für den Medienberater ist groß. Den Kombinationsstudiengang Medienberatung gibt es an der Berliner TU seit 1986. Genau 35 Studierende starten jährlich jeweils zum Wintersemester. Voraussetzung: ein mit Zwischenprüfung oder Vordiplom abgeschlossenes Uni-Grundstudium (keine Fachhochschule oder Akademie). Etwa in Germanistik, Informatik, Psychologie oder Pädagogik, Kommunikations- oder Theaterwissenschaften, Jura oder Maschinenbau. Weitere Bedingung: ein dreimonatiges Praktikum in der Medienbranche.

Der Diplomstudiengang umfasst im Hauptstudium fünf Semester inklusive Abschlussarbeit. Vorher müssen Kompaktkurse, Vorlesungen, Seminare, Kolloquien und ein Praxisprojekt absolviert werden. Außer Grundlagen im medienwissenschaftlichen Bereich kann man sich in einem der drei Wahlpflichtfächer Medienforschung und -kritik, Medienmanagement und auf die Konzeption von Multimedia-Anwendungen spezialisieren.

45 Prozent der Absolventen arbeiten bei Fernsehen, Rundfunk, Film und Zeitung im redaktionellen und technischen Bereich. 27 Prozent landen in kulturellen Einrichtungen. 28 Prozent in der freien Wirtschaft, etwa im Bereich Technikdokumentation, Werbung, Marktforschungsinstituten oder in der Öffentlichkeitsarbeit.

Jeannine Nathmann, 26, studiert im zweiten Semester. Ihr Grundstudium absolvierte sie in Jura. Reizvoll findet sie an der Medienberatung, „dass es so breit gefächert ist. Man kann in der Werbung arbeiten, Öffentlichkeitsarbeit machen oder ein Unternehmen beraten.“ Nathmann absolvierte in Frankfurt a.M. ein Praktikum beim Rhein-Main-Monatsmagazin.

Für die Humboldt-Universität arbeitete sie an einem PR-Projekt mit. Ihre Kommilitonen sind Biochemiker, Soziologen, BWLer und Lehramtsstudenten. Mit denen war sie in New York auf Exkursion und besuchte unter anderem das ARD-Korrespondenten-Studio und den Bertelsmann-Konzern. Später möchte sie gerne in die Öffentlichkeitsarbeit ins Ausland – zu Terre des Hommes, Amnesty international oder Ärzte ohne Grenzen.

Institut für Sprache und Kommunikation, Ernst-Reuter-Platz 7, 10587 Berlin, 314 - 229 92, www.tu-berlin.de

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