Zeitung Heute : Schöner Schreiben und schneller Zeichnen

HOLGER SCHLÖSSER

Mit neuen Softwareprogrammen können auch Anfänger Logos und Schriftzüge entwickelnVON HOLGER SCHLÖSSERWenn vor den Werbepausen die Logos der Fensehsender anfangen zu rotieren, sind meist Grafikspezialisten mit teurer Spezialsoftware am Werk.Doch dank preiswerter Hard- und Software erobert die dritte Dimension auch den heimischen Computer.Für den absoluten Neueinsteiger in Sachen 3D-Grafik wurde "Ray Dream 3D" von Metacreations geschaffen, einer abgespeckten Version des "Ray Dream Studio 5.0", einem professionellen 3D-Programm.Großen Wert wurde auf die einfache Bedienbarkeit gelegt: Bis sich der Anwender dem Funktionsumfang gewappnet sieht, kann er auf den "Szenen-Assistenten" zurückgreifen, der ihm bei der Erstellung neuer 3D-Szenen zur Hand geht.Damit können auf Knopfdruck Studioszenen, Landschaften oder komplette Innenräume gestaltet werden.Bis jedoch das eigene Wohnzimmer auf dem Bildschirm flimmert, ist es noch ein weiter Weg.Erst müssen noch weitere Gegenstände her.Auf der linken Seite des Bildschirms finden sich die Modellierungswerkzeuge, mit denen Text, Formen und Flächen erzeugt werden.Mit diesem Baukastenprinzip lassen sich alle erdenklichen Gegenstände erzeugen.Wer schon einmal mit vektororientierten Grafikprogrammen wie Corel Draw gearbeitet hat, wird sich schnell zurechtfinden, denn die Modellierungswerkzeuge arbeiten mit Beziér-Kurven.Jedes Objekt besteht hier als Pfad, der durch verschiedene Knotenpunkte definiert wird.Zieht man an einem dieser Punkte, verändert sich das Aussehen des Objekts.Wer es bequemer möchte, der findet in der Bibliothek, die dem Programm beigelegt wurde, vom Bulldozer bis zur Schreibmaschine 700 fertige Objekte abrufbereit.Per "Drag&Drop"-Technik lassen sie sich einfach auf die Arbeitsfläche ziehen.Ein Doppelklick führt stets in den Editiermodus, in dem alles verfeinert oder verändert werden kann.Anschließend wird das Modell mit der gewünschten Oberfläche wie mit einer Haut überzogen.Über 500 Schatten, 150 Licht- und Kameraeinstellungen wurden beigefügt.Aus unterschiedlichen Kamerapositionen kann man den besten Betrachtungswinkel auswählen.Nach dem Berechnen des Bildes erscheinen fotorealistische Illustrationen mit Schatten und Spiegelungen auf dem Monitor.Nun kann die Szene noch "zum Leben" erweckt werden.Mit Hilfe des "Zeitplan-Fensters" wird die vierte Dimension, die Zeit, hinzugefügt.So läßt sich aus der Szene eine kleine Animation mit rotierenden Buchstaben oder springenden Gegenständen erstellen.Das fertige Produkt kann in den gängigen Grafikformaten gespeichert und in Anwendungen wie Corel Photopaint importiert werden.Durch die Unterstützung von Web-Standards wie VRML, der 3D-Beschreibungssprache des Internets, lassen sich Animationen problemlos in die eigene Homepage integrieren.Fazit: Für etwa 199 Mark, die "Ray Dream 3D" im Handel kostet, bekommt man ein umfangreiches Set von 3D-Werkzeugen.Insbesondere die Assistenten-Funktionen erleichtern das Erstellen komplexer 3D-Szenen. Systemvoraussetzungen: 486DX oderPentium-Rechner mit Windows 95 oder NT 4.0.

Tagesspiegel - Debatten


Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben