Zeitung Heute : Schüler zu Unternehmern: Mehr Leistungsorientierung und unternehmerisches Denken

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Die Arbeitgeber fordern vom Schulunterricht mehr Leistungsorientierung und unternehmerisches Denken. Im Rahmen ihrer aktuellen Bildungskampagne stellte die Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) nach ihren Forderungen an die deutsche Bildungspolitik nun eigene Projekte vor, mit denen sie die Schüler besser auf "Markt und Wettbewerb" vorbereiten wollen.

BDA-Geschäftsführer Hans-Jürgen Brackmann stellte am Dienstag seiner Ansicht nach erfolgreiche Beispiele von Kooperationen zwischen Schule und Wirtschaft vor. So soll das Projekt "Trans-Job" Grundkenntnisse des Wirtschafts-Know-How an Schüler vermitteln. Hierbei kooperieren bundesweit rund 100 Schulen mit deutschen Unternehmen: Firmenbesichtigungen, Bewerbertraining und Projektarbeiten sollen bei den Schülern Unternehmergeist wecken. Das Projekt wird überwiegend mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert. Pro Schule und Jahr beträgt die Fördersumme rund 12 000 Mark. Nach eigenen Angaben erhalten die Unternehmen keine Gelder aus dem Projekt - ihr Engagement koste sie bis zu 40 000 Mark pro Jahr. Doch die Firmen profitieren durchaus bei diesem Vorhaben. Ihre zukünftigen Arbeitnehmer werden so früh in den begehrten "Schlüsselqualifikationen" ausgebildet. Roland Delbos, der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Schule-Wirtschaft sagte, wegen des Geburtenrückgangs sei es für die Wirtschaft besonders wichtig, schon früh um spätere Mitarbeiter zu werben. Die Arbeitnehmer hoffen, dass ihr Werben bei den Schülern auf offene Ohren stößt.

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