Zeitung Heute : Schwedische Bouletten

Von Kurt Jäger

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Für die Bouletten kann man halb Kalb und halb Schwein nehmen, aber ich persönlich mach’s am liebsten nur mit Schweinefleisch, weil das einen besseren Geschmack hat. Für vier Personen brauche ich ein Pfund Hack.

Eine Zwiebel wird gewürfelt und in Butter weich gebraten, die kommt zum Fleisch dazu, mit Salz, Pfeffer, ein bisschen Senf, einem Ei. Darauf streue ich ein Glas voll Weißbrotbrösel und gieße ungefähr genauso viel Milch drüber, so dass die Brösel die Milch aufsaugen, dann verrühre ich das Ganze. Die Masse kann ruhig relativ weich sein, um so saftiger sind die Bouletten. Mit dem Esslöffel sticht man runde Kugeln ab, die man in der beschichteten Pfanne mit ein bisschen Butterschmalz brät, zwei, drei Mal drehen, nach sechs, sieben Minuten sind die Bällchen fertig.

Dann raus und warmstellen, jetzt kommt die Sauce: Ich streue noch ein paar Weißbrotbrösel in die Pfanne und gieße etwas Wasser oder Brühe dazu. Bei der Brühe muss ich danach nichts mehr würzen.Wenn man nur Wasser hat, sollte man noch ein paar Kräuter dazugeben. Ein bisschen Sahne rein und fertig. Die Brösel, die man nach dem Braten reinstreut, geben die Bindung, da braucht man kein Mehl und nichts. Das kann man dann mit ein bisschen Essig abschmecken. Dazu gibt es in Schweden immer Preiselbeeren und Kartoffelpüree, ein richtiges muskatiges Kartoffelpüree.

Kurt Jäger befindet sich auf kulinarischer Europareise

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