SCHWEIZ : Herkunft der Pistole

20.11.2011 17:48 Uhr

Wenn sie in Deutschland nicht fündig werden, versuchen sie es in der Schweiz: Weil die Waffengesetzgebung im Nachbarland lockerer ist, ist die Alpenrepublik für Extremisten begehrtes Ziel. Seit langem gibt es enge Kontakte zwischen schweizerischen und deutschen Rechtsextremen, hiesige Neonazis nehmen an Schießübungen in der Schweiz teil. Wie der Züricher „Tages-Anzeiger“ kürzlich berichtete, stammte auch die Pistole vom Typ Ceska 83, mit der die Jenaer Neonazi-Zelle vermutlich mindestens zehn Menschen tötete, aus dem Nachbarland. Das Bundesamt für Polizei in Bern bestätigte, dass der tschechische Hersteller diese Serie, von der nur 24 Stück produziert wurden, ausschließlich nach Solothurn lieferte.

Wie die Waffe nach Deutschland gelangte, ist bislang unklar. Schon 1977 war ein Mord in Deutschland mit einer Schweizer Waffe verübt worden: Die RAF erschoss mit einem Schnellfeuergewehr aus dem Kanton Luzern Generalbundesanwalt Siegfried Buback. Tsp

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