SCHWEIZER BANKEN : Unter Druck von außen

Seit Rot-Grün im Dezember 2012 das Steuerabkommen mit der Schweiz im Bundesrat scheitern ließ, fordern Schweizer Banken nach Informationen der „Neuen Zürcher Zeitung“ (NZZ) still und leise ihre deutschen Kunden auf, „Belege dafür vorzuweisen, dass sie den Steuerpflichten in ihrer Heimat nachkommen“. Ob auch Hoeneß Anfang des Jahres einen entsprechenden Brief von seinem Zürcher Vermögensverwalter erhalten hat, ist allerdings nicht bekannt. Laut NZZ wollten sich die Banken auch von denjenigen trennen, die nach den Gesprächen nicht bereit seien, den verlangten Nachweis zu liefern. Dem Vernehmen nach wollen die Banken das bis Ende 2013 voll durchgezogen haben. Rein rechtlich sind sie dazu nicht verpflichtet. Noch gilt das Bankgeheimnis. Noch unterliegt die Schweiz nicht dem automatischen Informationsaustausch über steuerlich relevante Kontodaten. Doch weltweit wächst der Druck auf „Steuerparadiese“, insbesondere aus den USA. Tsp/dpa

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