Zeitung Heute : Sechs Tipps für den guten Auftritt

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Visualisierung: Stellen Sie sich vor, wie der Auftritt aussähe, wenn alles positiv laufen wird – Sie finden gute Anschlüsse, vergessen nicht mal die kurze Anekdote, blicken in aufmerksame Gesichter, hinten links nickt einer immer wieder bestätigend, in der zweiten Reihe lächelt man Ihnen zu. Die drei Fragen im Anschluss ermöglichen Ihnen, noch ein bisschen mehr zu erzählen. Dann, Sie nehmen noch einen letzten Schluck Wasser, ein satter Applaus. Mhh, schön, oder?

Autosuggestion: Reden Sie sich selbst was ein: „Ich freue mich auf den Auftritt“ oder „Das wird bestimmt schön“, vielleicht auch „Endlich kann ich mal diesen Sänger begleiten, was freue ich mich“. Unglaublich, wie leicht wir uns etwas vormachen können.

Entlasten Sie sich: Wussten Sie, dass zu perfekte Redner als unsymphatisch empfunden werden? Deshalb bauen Profis oft kleine Missgeschicke ein. Also: Fehler sind okay. Verzeihen Sie sich Fehler sofort, sonst ziehen Sie noch während des Auftritts Ihr Selbstwertgefühl herunter. Außerdem: Auch das Publikum bewundert den, der vor der Gruppe steht – schließlich weiß jeder, wie viel schwerer diese Position ist.

Heißgeliebtes Bühnenlicht: Merken – Lampenfieber ist gut. Denn die Erwartungsspannung lässt sich in Begeisterung und Vitalität umwandeln. Es darf nie Ziel sein, das Lampenfieber ganz loszuwerden! Ohne Lampenfieber wäre jeder Auftritt langweilig – und Langeweile erzeugt bestenfalls Mittelmaß.

Der Notfallplan: Spielen Sie die Rede gedanklich durch. Überlegen Sie, wie Sie dann reagieren könnten. Etwa, wenn Ihnen nichts mehr einfällt. Sie könnten dann beispielsweise kurz wiederholen, was Sie in den letzten zwei Minuten gesagt haben oder es – je nachdem, wo Sie sich befinden – einfach offen zugeben. So haben Sie einen „Notfallplan“. Weil wir uns vor dem Ungewissen fürchten, gibt der Fahrplan Sicherheit.

Die Relativitätstheorie: Machen Sie sich klar, dass dieser Auftritt nur ein winziger Bruchteil im eigenen Leben ist. Oft überschätzt man das, denkt „Oh, das ist jetzt so entscheidend, davon hängt so viel ab“.

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