Zeitung Heute : Seelower Käsesauce

Von Carmen Krüger

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BERLINER SPITZENKÖCHE VERRATEN IHRE TRICKS

Der Seelower Käse ist ein Blauschimmel. Nicht so scharf wie Roquefort und nicht so fett wie Gorgonzola. Er kommt aus Brandenburg, nordöstlich Berlins, und wird noch richtig handwerklich gemacht. Ein altes DDR-Produkt, nach der Wende heruntergewirtschaftet und jetzt wieder wie früher (Tel. 03346/88330; große Supermäte wie Real, Edeka und Kaiser’s). Es gibt den Käse auch von der Ziege, aber ich stehe auf Kuh! Die Sauce ist ein Witz: nur Käse und Sahne aufgekocht. Ein Becher Sahne ins Töpfchen, Käse reinbröseln, die Menge nach Geschmack. Dann brate ich dünne Eierpfannnkuchen, lasse nebenbei tiefgefrorenen Blattspinat auftauen, dünste gewürfelte Zwiebeln in Butter, Spinat dazu, gewürzt mit Salz, Zucker – ich mag es mit Pinienkernen dran. Spinat auf den Pfannkuchen, einrollen, Sauce drüber und essen!

Carmen Krüger ist Chefin von Carmens Restaurant in Eichwalde bei Berlin

…UND DER SHERRY DAZU

Dazu, davor oder danach: Das ist hier die Frage. Miss Sophie ordert den Sherry zur Suppe, die meisten Menschen trinken ihn als Aperitif, „Viniculture“ empfiehlt ihn zum Dessert. Der Charlottenburger Weinladen (Grolmannstraße 44, www.viniculture.de) hat ein apartes Probierpaket „Wein und Chocolat“ im Angebot (65,80 Euro) und paart Mandelschokolade mit East India (!) Sherry, den man aber auch einzeln bekommt. Und wenn er gerade aus verkauft ist: Eva Cream ist ebenso zu empfehlen. kip

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