Zeitung Heute : „So bitte nicht!“

S. Rausch über Bewerbungen

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SUSANNE RAUSCH

ist Geschäftsführerin

von act value management consult in Berlin

Foto: pr

Frau Rausch, Sie unterstützen Arbeitgeber bei der Personalsuche und berichten von ,ernsthaften Problemen’, ihren Kunden geeignete Kandidaten vorzustellen.

Allerdings. Die Resonanz auf Stellenanzeigen ist groß, Bewerbungen gehen üblicherweise massenhaft ein. Aber meist sind nur die wenigsten überhaupt verwertbar.

Das heißt?

Viele Kandidaten verschicken Standardbewerbungen, die nicht im entferntesten auf das im Anzeigentext formulierte Stellenprofil angepasst sind. Oft entspricht auch die Vita nicht mal in Ansätzen dem erwünschten Profil. Immer wieder kommt es sogar vor, dass die Unterlagen unvollständig sind.

Wissen die Bewerber es einfach nicht besser, oder woran liegt dieser Schlendrian?

Die Ursachen spielen im Ergebnis keine Rolle mehr. Wer sich ganz offensichtlich keine Mühe gibt und seine Unterlagen schlampig zusammenstellt, wird bereits in der ersten Phase der Kabdidatenauswahl aussortiert. Das ist übrigens auch der Fall, wenn den Unterlagen anzusehen ist, dass sie schon einmal verschickt worden sind.

Ist das nicht nachvollziehbar? Manch ein Arbeitsuchender hat schon mehr als hundert Bewerbungen geschrieben.

Deshalb ist es ja umso wichtiger vorher zu prüfen, ob eine Bewerbung wirklich Sinn macht. Also lieber seltener, dafür aber richtig bewerben!

Die Fragen stellte Regina-C. Henkel

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