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Gartenduschen mit Designqualität und Komfort: Erfrischung an warmen Sonnentagen

Elfi Kreis

Duschen unter freiem Himmel weckt Erinnerungen an die Kindheit, als man sich mit dem Gartenschlauch nass spritzte, unter dem Rasensprenger hin und her hüpfte oder die Gießkanne zweckentfremdete. Dieses kindliche Vergnügen lässt sich mit der komfortablen Handhabung einer Gartendusche natürlich nicht vergleichen. Installieren lassen sich solche Brausen meist leicht und problemlos. In der Regel schließt man sie an einen Gartenschlauch an, dreht den Wasserhahn auf und schon kann der feuchte Spaß beginnen. Zuvor werden sie entweder auf eine Plattform geschraubt oder man verankert sie mit einem Rasendorn im Erdreich. Besonders leichte, bewegliche Modelle besitzen einen integrierten Standfuß.

Einfache Ausführungen sind oft aus Kunststoff und Aluminium. Die größte Auswahl hat man bei Modellen aus Edelstahl. Häufig werden diese auch mit robusten, witterungs- und wasserfesten Hart- und Edelhölzern kombiniert. Selbst Duschen aus Bambus sind auf dem Markt. Auch den Bedürfnissen von Warmduschern tragen Hersteller inzwischen mit solarbetriebenen Produkten Rechnung, die bis zu 60 Grad Celsius heißes Wasser liefern. Mischarmaturen sorgen für ein wohltemperiertes Duschvergnügen. Solarbetriebene Duschen benötigen einen Wassertank, der meist etwa 20 bis 30 Liter fasst und von der Sonne bei günstiger Witterung bereits in einer halben Stunde aufgewärmt wird. In der Regel sind die auf dem Markt befindlichen Modelle praktisch zu handhaben. Auf ideenreiche Designer wartet hier indes noch ein überaus dankbares Aufgabenfeld.

Dass auch einfache, preisgünstige Gartenduschen keineswegs den Sehnerv verletzen müssen, beweist der auf Bewässerungssysteme für den Garten spezialisierte Hersteller Gardenia mit seinen Modellen „solo“, „duo“ und „trio“. Die beiden erstgenannten Duschen bieten einen weichen, breit gefächerten Brausestrahl, „duo“ zusätzlich wahlweise noch einen feinen Sprühnebel. Beide werden mit ihrem Spike-Ende einfach in den Rasen oder in einen Sonnenschirmständer gesteckt. „trio“ verfügt hingegen über ein standsicheres Dreibein-Stativ, und der große Duschkopf ist abnehmbar.

Für die belgische Firma Extremis, Experte für Outdoor-Designmöbel, entwarf der Designer Tom De Vrieze die auf das Gesamtprogramm von der Sonnenliege, Barbecue-Tisch bis zum Partyeisschrank abgestimmte Gartendusche „Serpentine“. Wie eine Schlange windet sich das runde Stahlrohr elegant zur Standfläche, wird zur Duschsäule und biegt sich vor bis zum nur leicht verstärkten Duschkopf. Die einfache, dezent formschöne Lösung hat auch praktische Vorteile: Die Konstruktion ist federleicht, und man kann die mobile Dusche jederzeit an einen anderen Ort stellen. Zudem erwärmt sich an einem sonnigen Platz nicht nur das Wasser im Schlauch, sondern auch in der gesamten „Serpentine“, so dass das Nass auch ohne technischen Aufwand relativ angenehm temperiert aus der Duschdüse kommt.

Das Unternehmen Conmoto mit Sitz im westfälischen Schloss Möhler hat sich den Elementen Feuer und nun mit den Gartenduschen „Uno“ und „Under the tree“ auch dem Wasser verschrieben und setzt dabei auf klare Linien, gepaart mit hoher Qualität und Funktionalität. Mit dem jungen Designer Sebastian David Büscher entwickelte das Unternehmen eine Dusche, deren Besonderheit in ihrem markant quadratischen Vierkantprofil aus matt gebürstetem Edelstahl besteht. Ein schräg angesetztes Duschstück mit zahlreich eingebauten Düsen und ein Hebel, der den so erzeugten weichen Wasserstrahl nach eigenem Bedarf bequem reguliert, erfüllen alle Funktionen. „Uno“ erhielt den iF product design award 2007. Der Name der von Sieger Design für Conmoto entworfenen Dusche „Under the tree“ benennt bereits das ästhetische Formprogramm. Die mit einem besonders langen Spieß ausgestattete Brause aus mattem Edelstahl gleicht einem stilisierten Baum, aus dessen oberem Ast das kühle Nass sprudelt. Das übrige „Astwerk“ bietet Platz fürs griffbereite Handtuch oder andere Utensilien.

Die auf Gartenduschen spezialisierte Firma Trade Winds aus Belgien präsentiert mit „Cascade“ ebenfalls reduziertes Design aus galvanisiertem Edelstahl, auf einem Standbrett aus Akazienholz montiert. Das Modell „Show'R“ wirkt mit seinem Rundbrausekopf nostalgisch, setzt dabei in der Kombination von rostfreiem Stahl in Schwarz und Akazienholz dennoch auf moderne Eleganz. Rollen machen die Dusche mobil. Die Höhe ist variabel und kann besonders niedrig eingestellt werden. Eine weitere Besonderheit im Sortiment ist „Propel'R“. Das Multifunktionsgerät mit seinem Drehpropeller eignet sich sowohl zum Rasensprengen und Bewässern von Blumenbeeten als auch mit einem Extrabrauseaufsatz zum Einsatz als Dusche.

Der Berliner Designer Jochen Schmiddem, vielfach preisgekrönter Tausendsassa seiner Zunft, hat mit „Loom gardening“ eine Gartenzubehörserie nach dem Modularsystem auf den Markt gebracht. Mit „monsun“ und „switch“ gehören auch zwei Gartenduschen zum nicht nur optisch perfekt aufeinander abgestimmten, vielseitigen Sortiment, das von der Feuerstelle bis zum Carport reicht. Alle Teile basieren auf einem schlanken Vierkantfuß aus Holz, der wahlweise mit einer Edelstahlbodenplatte oder Erdspieß kombiniert werden kann. Darauf sind alle weiteren Teile vom Windlicht bis zur Vogeltränke oder eben die Edelstahlbrausen aufsetzbar.

Die innovativste Gartenduschen-Neuheit der letzten Jahre ist „Viteo Shower“ des österreichischen Herstellers Viteo Outdoors. Der in Brüssel lebende Australier Danny Venlet brachte das Produkt auf den Punkt. Die Bodendusche des Designers lässt sich nicht nur im Garten oder am Pool einsetzen, sondern eignet sich auch für die Terrasse oder einen Steg. Sie besteht aus einer runden, weißen Trittplatte aus UV-beständigem, rutschfestem Kunststoff von 78 Zentimetern Durchmesser. Ein Edelstahlring fasst die Unterkonstruktion ein. Für die Wasserversorgung wird auch hier nur ein Gartenschlauch benötigt. Nach dem Betreten der Plattform sorgt das eigene Körpergewicht für das Aufsteigen spritziger Wassersäulen, die je nach Wasserdruck zwischen zwei und vier Meter Höhe erreichen, um dann sanft in die Mitte herabzuregnen. „Viteo Shower“ wurde vom Design Zentrum Nordrhein Westfalen mit dem red dot award 2007 ausgezeichnet.

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