Spandau : Frische Brise am Hafen von Berlin-Kladow

Der Kladower Hafen wurde für zwei Millionen Euro umgebaut. Eröffnung ist im Mai

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Der erste Eindruck des Kladower Hafens war furchtbar. Da verrotteten einst schöne Holzhäuser, der Steg verrostete, der Boden war uneben. „Der Kladower Hafen war ziemlich heruntergekommen“, sagt Spandaus Baustadtrat Carsten-Michael Röding (CDU). „Das Areal hatte den maroden Charme der 70er Jahre.“

Das alles ist nun vorbei. Nachdem sich in den vergangenen Jahren Bretterbuden zu hübschen Restaurants entwickelten, die Häuser stilvoller und moderner wurden, wird im Mai auch der neue Hafen fertig. Zu Pfingsten soll die „Marina Kladow“ mit einem kleinen Fest den Bürgern übergeben werden. Zwei Millionen Euro haben die Umbauten immerhin gekostet; das Geld stammt aus Fördermitteln des Bundes und des Senats.

Der Gehweg am Ufer und auch der zentrale Imchenplatz wurden mit jungen Bäumen und neuen Steinplatten frisiert, auch die Steganlagen für 300 Boote sind saniert. Jetzt könne man als Segler einfach mal in Kladow eine Pause einlegen, sagt der Baustadtrat, „vorher gab es keine Halteplätze für Touristen, die sind immer woanders hingefahren und haben dort ihr Geld ausgegeben.“ Etwa 15 dieser öffentlichen Parkplätze gibt es nun; Parkhöchstdauer: 24 Stunden.

Der bislang wenig beachtete Hafen wird so in den touristischen Fokus des Ortsteils gerückt. Die rumpelige Straße am Hafen wurde verschmälert und verkehrsberuhigt, der Gehweg verbreitert. Die neue Ruhe freut nicht nur die Gäste auf den Restaurant-Terrassen. Profitieren soll davon auch der bislang wenig beachtete Gutspark Neu-Kladow.

Auch Baustadtrat Röding plant schon einen kleinen Familienausflug im Sommer, „allerdings habe ich kein eigenes Boot“, sagt er. „Aber es gibt ja noch die gute, alte BVG-Fähre.“

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