Zeitung Heute : Stadtauto und Familienwagen

ivd

Sie sind ausgesprochene Erfolgsmodelle - die Kleinwagen von PSA und Renault, die als Berlingo und Co. auftreten und neben die inzwischen solche Wagen wie der Fiat Doblò und der neue Opel Combo getreten sind. Und auch Mercedes-Benz geht mit dem Vaneo in diesen Wochen ins Rennen - allerdings in einer deutlich höheren Preisklasse. Der große Erfolg solcher Autos darf natürlich auch die anderen Großserienhersteller nicht ruhen lassen. Und so ist es nur folgerichtig, dass Ford jetzt nach Vorstellung der neuen Generation seines Bestsellers Fiesta auf dessen Plattform nun ebenfalls einen praktischen Kleinwagen präsentiert, der auf der auf minimaler Grundfläche den Raum eines vollwertigen Familienautos bietet.

Ford Fusion heißt dieses neueste Modell, das sich in Genf in wenigen Wochen erstmals einer größeren Öffentlichkeit vorstellt - ein Auto, das Ford als eine Synthese aus Kompakt-Van, sportlichem Freizeit-Mobil und Kleinwagen betrachtet, die sich als aktives Stadtfahrzeug präsentiert und damit fast schon so etwas wie eine neue Fahrzeugkategorie begründet. Zu dessen markanten Elementen gehören unter anderem die erhöhte Sitzposition für Fahrer und Beifahrer, die nicht nur das Ein- und Aussteigen erleichtert, sondern vor allem auch die Sicht rundum verbessert und damit das Ein- und Ausparken sowie das Manövrieren im dichten Stadtverkehr erleichtert.

Das Grundkonzept des Ford Fusion orientiert sich an den Platzbedürfnissen einer jungen Familie mit Kindern. Dabei haben in diesem Auto, das mit einer Länge von nur 4,02 Meter überraschend kurz ist, bis zu fünf Personen bequem Platz. Dazu trägt die Fahrzeugbreite von 1,71 Meter ebenso bei wie die recht große Höhe von 1,50 Meter. In Verbindung mit einem Radstand von 2,49 Meter bietet der Fusion hinter den Sitzen einen Laderaum von 337 Liter. Der lässt sich ganz nach Bedarf variieren, sodass man dieses Auto nicht nur für den Personentransport, sondern auch den von sperrigen Gütern aller Art, Sport und Hobbygerat oder Kinderwagen nutzen kann. Reicht der hintere Raum nicht aus, dann lassen sich die Rücksitze, die asymmetrisch geteilt sind, einzeln oder zusammen vorklappen. Auf diese Weise entsteht ein verlängerter Laderaum mit völlig ebenem Boden. Und wenn die dabei verfügbare Länge noch nicht reicht, der kann für den Transport besonders langer Güter die Rücklehne des Beifahrersitzes umklappen. Und neben dem variablen Laderaum bietet der Fusion eine Vielzahl kleinerer oder größerer Ablagen.

Als Antrieb stehen für den Fronttriebler drei hochmoderne neu entwickelte Vierzylinder zur Wahl. Zu denen gehört zum einen der besonders sparsame direkt einspritzende 1,4-Liter-Duratorq-TDCi-Turbodiesel mit Common Rail, der zugleich mit seiner hohen Laufkultur überzeugt. Er entwickelt eine Spitzenleistung von 50 kW (68 PS) und ein höchstes Drehmoment von 160 Nm und macht den Fusion zu einem verblüffend agilen Fahrzeug, das in nur 15,5 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigt und bis zu 158 km/h schnell ist. Sein Durchschnittsverbrauch liegt bei gerade einmal 4,4 l/100 km - ein wahrer Sparmeister also, der das allerdings nicht auf Kosten der Dynamik dieses Autos tut. Als Benziner stehen zwei aufwändig konstruierte Vierventiler mit 1,4 und 1,6 Liter Hubraum zur Wahl, die 59 und 74 kW (80 und 100 PS) leisten und für respektable Fahrleistungen sorgen. Denn den Spurt auf Tempo 100 bewältigt der Fusion mit ihnen in 13,7 und 10,9 Sekunden und als Höchstgeschwindigkeit erreicht e 163 und 178 km/h. Und mit Durchschnittsverbräuchen von 6,5 und 6,6 l/100 km sind auch die beiden Benziner erfreulich sparsam.

So motorisiert und mit einem abspruchsvollen Fahrwerk mit McPherson-Federbeinen vorn und einer Verbundlenkerachse hinten ausgestattet, bietet de Fusion ein hohes Maß an Fahrvergnügen. Dazu gehören nicht nur die Agilität dieses Autos, sondern auch dessen hoher Fahrkomfort. Und ebenfalls hohen Ansprüchen gerecht wird die Fahrsicherheit. Gebremst wird mit Scheiben vorn und Trommeln hinten und unterstützt durch ein Vierkanal-ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung.

Innen gibt sich der Fusion mit seiner Pkw-Ausstattung sehr komfortabel und hochwertig. Und zur Sicherheitsausstattung gehört das Intelligent Protection System mit bis zu sechs Airbags. Dazu gehören die variabel auslösenden zweistufigen Frontairbags sowie zur Serienausstattung gehörende Seitenairbags in den Rückenlehnen der Vordersitze. Und auf Wunsch sind auch seitliche Kopf-Schulter-Airbags verfügbar. Noch nicht bekannt ist, wie viel der Fusion kosten wird - es könnten um die 15 000 Euro werden.

Tagesspiegel - Debatten


Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben