Zeitung Heute : Standort Deutschland

Die Fanatiker und ihre Helfer – die meisten tarnten sich als Studenten

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Mohammed Atta . Der 1968 geborene Ägypter steuerte das Flugzeug, welches den Nordturm des World Trade Centers zum Einsturz brachte. Atta war wahrscheinlich der Anführer der Terrorpiloten. Er studierte sieben Jahre Stadtplanung an der TU HamburgHaburg. 1999 gründete er eine Islam- Arbeitsgemeinschaft an der Hochschule.

Marwan al Shehhi. Er wurde 1978 geboren und stammt aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Shehhi steuerte das Flugzeug in den Südturm des World Trade Centers. Er war ein enger Vertrauter Attas, wohnte in Hamburg-Harburg mit ihm zusammen und studierte seit 1996 mit einem Militärstipedium in Deutschland. Beim Goethe-Institut in Bonn lernte er Deutsch.

Ziad Jarrah. Der Libanese wurde 1975 geboren und steuerte am 11. September die Maschine, die auf einem Feld bei Shanksville in Pennsylvania abstürzte. Er lebte seit 1996 in Deutschland und studierte Flugzeugbau an der Fachhochschule Hamburg. In den Jahren 2000 und 2001 machte er eine Pilotenausbildung in Florida.

Said Bahaji. Der Deutsch-Marokkaner studierte Elektrotechnik an der TU Hamburg- Haburg. Er gehörte zu Attas engsten Komplizen und setzte sich vor dem 11. September nach Pakistan ab.

Ramzi Binalshibh. Der Jemenit kam 1995 mit falscher Identität als Asylbewerber nach Deutschland. 1998 tauchte er nach Ablehnung seines Asylantrags unter und reiste wenig später wieder ein. Er wollte ebenfalls in Florida Flugunterricht nehmen, die US-Behörden verweigerten ihm jedoch die Einreise. Er wurde im September 2002 in Pakistan verhaftet und an die USA ausgeliefert.

Zakhariya Essabar. Der Marokkaner lebte seit 1997 in Deutschland und studierte Medizintechnik. Er arbeitete als Werkstudent bei Volkswagen und sollte sich vermutlich ebenfalls zum Piloten ausbilden lassen. Die USA jedoch verweigerten ihm das Einreisevisum.

Mamduh Mahmud Salim. Der Finanzmanager von Al Qaida wurde in Grüneck bei München festgenommen. Salim sitzt in den USA in Haft und wartet auf seinen Prozess.

Mounir al-Motassadeq. Der Marokkaner steht seit Oktober 2002 in Hamburg vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, die Geldgeschäfte der drei in Hamburg lebenden Selbstmordpiloten geregelt zu haben.

Mohammed Haydar Zammar. Der Deutsch-Syrer wird verdächtigt, ebenfalls an den Anschlägen des 11. September beteiligt gewesen zu sein. Er soll Atta für Al Qaida angeworben haben. Zammar reiste nach Marokko, wurde dort festgenommen und nach Syrien gebracht. Dort sitzt er in Haft.

Frankfurter Zelle. Die fünf Algerier sollen Verbindungen haben zu Al Qaida. Sie stehen in Frankfurt vor Gericht, weil sie einen Sprengstoffanschlag auf den Straßburger Weihnachtsmarkt geplant haben sollen. Tsp

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