Zeitung Heute : Starkes Stück

F.N.

"Die dicke Vera" mit Bill Murray Ist es verwerflich, ein erfolgreicher Geschäftsmann zu sein? Die Drehbuchautoren in Hollywood scheinen so zu denken, denn kurz nach Jim Carreys "Dummschwätzer" läuft mit der "Dicken Vera" schon wieder ein Film an, der von der Läuterung eines Yuppies handelt.Jack Corcoran (Bill Murray) schreibt Bestseller über Motivationstraining und sonnt sich in seinem Erfolg, so etwas darf auf die Dauer nicht gutgehen.Und siehe da, nach dem Tod seines Vaters erbt Jack einen Elefanten, die dicke Vera.Jack will das Tier verkaufen, reist deswegen durch die Vereinigten Staaten.Das Ergebnis: eine Mischung aus Road- und Buddie-Movie, verbunden mit einer Tierschutzkampagne.Jack muß sich zwischen zwei Käuferinnen entscheiden; die eine zahlt gut, die andere behandelt ihre Tiere besser.Eine nette kleine Geschichte, zweifellos, klamaukfrei von Howard Franklin inszeniert und durchweg gut gespielt.Vera benimmt sich nicht wie der Elefant im Porzellanladen, sondern bewahrt sogar eine Kirche vorm Einsturz.Abendfüllend ist das alles leider nicht.Wohl deshalb hat der Autor ein paar irrelevante Nebenhandlungen eingebaut.Die verstärken jedoch nur das Gefühl von Ratlosigkeit.F.N.Kosmos, Passage, Filmbühne Wien, Thalia, Titania, Zoo Palast, Kinocenter Spandau

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