Zeitung Heute : "Starship": Mit E-Mail-Anschluß um die Welt

Mit neun Knoten ist die zur Weltumrundung aufgebrochene Besatzung der "Starship" kaum schneller als ihre historischen Vorbilder Vasco da Gama und James Cook.Aber die Technik an Bord macht das 22 Meter 60 lange Boot zu einem Traumschiff für Internet-Freaks: ein ständig mit dem Internet verbundener Windows-NT-Server mit zwei Festplatten von jeweils 18 Gigabyte, mehrere Windows-98-Rechner und -Notebooks, das Satelliten-Ortungssystem GPS, eine eigene Fernsehstation, digitale Kameras und Satelliten-Telefone.

Am 17.September in der Nähe von Seattle an der amerikanischen Pazifikküste aufgebrochen, will die vierköpfige Besatzung um den 40jährigen Initiator Michael Poliza in 1000 Tagen und Nächten 65 000 Seemeilen (120 400 Kilometer) zurücklegen.Höhepunkt der "Millenium Voyage" ist die Silvesternacht 1999, die die Abenteurer und Wissenschaftler an Bord an der Datumsgrenze im Pazifik verbringen wollen.Einsamkeit wird auf der Reise kaum aufkommen: Die Seefahrer sind rund um die Uhr per E-Mail erreichbar, stellen sich den Daheimgebliebenen zur elektronischen Plauderstunde und öffnen im World Wide Web ( http://www.starship.stern.de/ ) ihr Logbuch.Während der Reise, die von zahlreichen Sponsoren wie dem Magazin "Stern", dem WWF oder der deutschen Raumfahrtbehörde DLR unterstützt wird, will die Besatzung nach eigenen Angaben die ökologische Situation der Erde auf der Schwelle ins dritte Jahrtausend studieren.

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