Zeitung Heute : Stegner fordert von SPD mehr Selbstbewusstsein

Berlin - Der designierte SPD-Parteivize Ralf Stegner hat seine Partei aufgefordert, selbstbewusst und konstruktiv in der Regierung aufzutreten. „Die Lehre für die SPD lautet: In einer großen Koalition dürfen wir uns nie auf die Rolle des braven Juniorpartners reduzieren lassen, aber auch nicht Opposition in der Regierung sein“, sagte Stegner dem Tagesspiegel. Die Koalition mit der Union im Bund sei die SPD mit dem Ziel eingegangen, die nächste Regierung wieder selbst zu führen.

Stegner widersprach der Darstellung, die große Koalition sei mit Streit gestartet. „Vom schwarz-gelben Niveau, auf dem man sich gegenseitig ,Wildsau’ und ,Gurkentruppe’ schimpft, sind wir glücklicherweise weit entfernt. Das wird auch nicht kommen. Manche zugespitzte Formulierung erweist sich in der Sache dann als harmlos“, sagte Stegner und verwies auf den Mindestlohn. Da habe man klare Verabredungen getroffen.

In einer Emnid-Umfrage im Auftrag der „Bild am Sonntag“ sprachen 46 Prozent der Befragten wegen der andauernden Streitigkeiten zwischen Union und SPD von einem Fehlstart. Mehr als zwei Drittel erwarten nicht, dass sich daran bald etwas ändern wird. Tsp

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