Zeitung Heute : Steven Spielberg soll Filmstoff geklaut haben

dpa Steven Spielberg nennt das Sklavendrama "Amistad" den vielleicht wichtigsten Film seiner Karriere.Ihm werden bereits jetzt große Chancen eingeräumt, bei der nächsten "Oscar"-Verleihung im März kräftig abzusahnen.Vorausgesetzt, das neue Spielberg-Werk kann planmäßig am kommenden Mittwoch in den US-Kinos anlaufen.In Deutschland startet der Film am 26.Februar.Doch kurz vor seinem 50.Geburtstag am 18.Dezember ist der Erfolgsregisseur in einen Plagiatsdisput verwickelt, der sich auch nach Hollywood-Maßstäben an Häßlichkeit kaum überbieten läßt.Die Buchautorin Barbara Chase-Ribaud behauptet, daß "Amistad" zum Teil auf ihrem 1989 veröffentlichten Roman "Echo of Lions" beruht.Sie hat das Studio DreamWorks, zu dessen drei Eigentümern Spielberg gehört, auf zehn Millionen Dollar Schadensersatz verklagt und eine einstweilige Verfügung gegen die Filmpremiere beantragt.Eine Anhörung darüber soll an diesem Montag vor dem zuständigen Bezirksgericht in Los Angeles stattfinden.Nach Einschätzung von Experten ist es unwahrscheinlich, daß "Amistad" blockiert wird.Einstweilige Verfügungen gegen Filme sind in der Hollywood-Geschichte extrem rar.Auf jeden Fall wird das Hearing mit großer Spannung erwartet.Barbara Chase-Ribaud behauptet, daß der Film "Amistad" geradezu himmelschreiende Parallelen zu ihrem historischen Roman aufweise.DreamWorks wirft der Autorin vor, ihrerseits Ideen aus dem Roman "Black Mutiny" gestohlen zu haben, der bereits vor rund 35 Jahren veröffentlicht wurde.Die Filmrechte daran besitzt DreamWorks.88 Übereinstimmungen gebe es zwischen beiden Büchern."Amistad" ist der Name eines Schiffes, auf dem afrikanische Sklaven auf dem Weg nach Kuba erfolgreich rebellierten.

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