Zeitung Heute : STICHWORTE

Sozial: von lat. socius‚ gemeinsam, verbunden, verbündet

Sozialabgaben, die: (auch Sozialbeiträge) Zahlungen an die Sozialversicherung, die entweder von den Arbeitnehmern, den Arbeitgebern oder anteilig von beiden zu entrichten sind.

Sozialdemokratie, die: internationale politische Bewegung in zahlreichen Ländern der Welt, die sich mit demokratischen Mitteln für eine freiheitliche und sozial gerechte Gesellschaft einsetzt.

Soziale Marktwirtschaft, die: Wirtschaftsordnung der Bundesrepublik Deutschland, die auf der Basis kapitalistischen Wettbewerbs dem Staat die Aufgabe zuweist, sozialpolitische Korrekturen vorzunehmen und auf sozialen Ausgleich hinzuwirken.

Sozialgesetzbuch, das: Zusammenfassung der wichtigsten Sozialgesetze.

Sozialhilfe, die: öffentliche Hilfe, die ein menschenwürdiges Leben ermöglichen soll und Bedürftigen je nach Notlage gewährt wird. Die S. wird nach dem Subsidiaritätsprinzip geleistet, das heißt, der Gesamtstaat greift erst ein, wenn die Probleme auf Gemeinde- oder Länderebene nicht zu bewältigen sind. Die Mittel werden durch Steuern aufgebracht. Geregelt im Bundessozialhilfegesetz.

Soziallehre, die: Bemühungen der katholischen Soziallehre und der protestantischen Sozialethik, christliche Grundsätze für politisch verantwortliches Denken und Handeln nutzbar zu machen. Die grundlegenden Prinzipien (Solidarität, Gemeinwohl, Subsidiarität) haben vor allem für die praktische Ausgestaltung des Sozialstaates (Caritas, Diakonie) große Bedeutung.

Sozialpolitik, die: alle Maßnahmen, die ein Mindestmaß an sozialer Sicherheit, vor allem die Sicherung eines ausreichenden Einkommens (bei Krankheit, Erwerbslosigkeit, im Alter) gewährleisten sollen. Darüber hinaus soll die staatliche S. den sozialen Frieden in der Gesellschaft aufrechterhalten.

Sozialstaat, der: demokratischer Staat, der nicht nur die Grundrechte und persönlichen und wirtschaftlichen Freiheiten garantiert (Rechtsstaat), sondern auch rechtliche, finanzielle und materielle Maßnahmen ergreift, um soziale Gegensätze (bis zu einem gewissen Maß) auszugleichen.

Sozialstaatsprinzip, das: geregelt in Artikel 20 („sozialer Bundesstaat“) und 28 („sozialer Rechtsstaat“) des Grundgesetzes. Aus diesem Sozialstaatsgebot als Staatsziel können direkt keine Rechtsansprüche und sozialen Leistungsnormen abgeleitet werden.

Sozialversicherung, die: gesetzliche Pflichtversicherung für breite Bevölkerungsschichten gegen Schäden, die die soziale Existenzgrundlage der Versicherungsmitglieder und der Versichertengemeinschaft gefährden. S. ist nach dem Grundsatz der Selbstverwaltung aufgebaut und untersteht staatlicher Aufsicht. Zur S. gehören: Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Unfallversicherung, Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung. Tsp

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