Zeitung Heute : Strafrabatt für „Präsidenten“

Berlin - Mahmoud Al-Z., bekannt als der „Präsident“, wurde am Mittwoch wegen Beteiligung an Drogengeschäften zu vier Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Davon muss er nur noch 22 Monate absitzen. Damit kam einer der bekanntesten Kriminellen Berlins, dem die Staatsanwaltschaft ursprünglich bandenmäßigen Drogenhandel vorgeworfen hatte, glimpflich davon. Grund war ein Deal zwischen Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidigern: Al-Z. hatte ein Geständnis abgelegt, bei dem er die Verstrickung in Rauschgiftgeschäfte einräumte. Außerdem gelten neun Monate der Strafe als verbüßt, den Rest saß Al-Z. in U-Haft ab. Polizisten kritisierten die milde Strafe und sprachen von einer „Zwei-Klassen-Justiz“. Tsp

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