Zeitung Heute : Streit über Kosten für Homöopathie

Berlin - Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) hat sich gegen Forderungen gewandt, gesetzlichen Krankenkassen die Kostenübernahme für homöopathische Behandlungen zu verbieten. „Grundsätzlich spricht nichts gegen Wahltarife, auch nicht bei der Homöopathie“, sagte Rösler der „Passauer Neuen Presse“. „Wenn eine Krankenkasse diesen Weg geht, kann und sollte ihr das nicht verwehrt werden.“ Die Union dagegen hatte einen entsprechenden Vorstoß des SPD-Politikers Karl Lauterbach begrüßt. „Wenn die SPD will, können wir das sofort streichen, da es keinen wissenschaftlichen Nachweis für den Nutzen gibt“, sagte Jens Spahn (CDU). Nach Kassenangaben bieten derzeit 98 Versicherer die Erstattung homöopathischer Leistungen an. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung nannte die Debatte über Leistungskürzungen „grundverkehrt“. Es müsse jetzt darum gehen, sich auf stärkeres Sparen bei Ärzten und Kliniken zu konzentrieren. raw

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