Zeitung Heute : TAKTIKSCHULE mit Mathias Klappenbach

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Was genau er ändert, wollte Pawel Janas nicht verraten. Nach der Niederlage gegen Ekuador sagte Polens Nationaltrainer nur, dass eine ganze Menge anders werden müsse. Gegen die Südamerikaner hatte Polen lange Zeit mit einem Stürmer und drei offensiven Mittelfeldspielern gespielt – und im Sturmzentrum auch bei Flanken von außen zu wenig Anspielstationen. Gegen Deutschland will Janas anders aufstellen. Die deutsche Abwehr ist vor allem nach Ballverlusten in der Vorwärtsbewegung anfällig. Um für diesen Fall Anspielstationen zu haben, die schnell in die Zwischenräume der deutschen Viererkette starten können, wird Polens Trainer heute wohl zwei Angreifer nominieren. Auf den Außenpositionen im Mittelfeld sollen Kryznowek und Jelen nicht immer bis zur Grundlinie laufen und erst dann flanken, sondern oft früher in die Spitze spielen, um die Schwäche der Deutschen zu nutzen, wenn diese auf Abseits spielen. Das gilt auch für Spielmacher Szymkowiak im zentralen Mittelfeld, der sich dort allerdings gegen Frings oder Ballack durchsetzen muss. Schneider auf der rechten Seite und Schweinsteiger links haben die Aufgabe, die Vorstöße von Kryznowek und Jelen zu unterbinden, damit Friedrich und Lahm nicht aus der Abwehr herausrücken müssen.

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