Zeitung Heute : THE MAKING OF "BERLIN CONNECTION"

Die erste Idee für "Berlin Connection" entstand Ende 1993.Angedacht war ein Berlin-Spiel mit dem Arbeitstitel "Operation Gold".Zu diesem Zeitpunkt machte sich noch niemand ein Bild davon, welcher Aufwand mit der Konzeption und Durchführung des Multimedia-Projektes verbunden war, erinnert sich Eku Wand heute.So ging man damals davon aus, die Handlung aus mehreren hundert Einzelbildern aufbauen zu können.Weit gefehlt: In der endgültigen Version, die nach der Frankfurter Buchmesse in den Handel kommt, wurden rund 3000 Einstellungen untergebracht.Viele Bilder zum Beispiel vom Potsdamer Platz oder vom Checkpoint Charlie mußten in mühsamer Kleinarbeit bei Fotografen und Fotoagenturen zusammengesucht werden, denn die Mauer war dort längst abgetragen.Aber auch dann waren noch zahlreiche Schritte nötig, um das Material in das Spiel einarbeiten zu können, denn schließlich mußten alle Bilder so aussehen, als ob sie im November 1989 entstanden wären.So dauerte es rund zwei Jahre, das vorhandene Bildmaterial so zu bearbeiten, daß die typische November-Stimmung rüberkommt.Doch auch die Neuaufnahmen stellten das Team vor Probleme, die an echte Filmproduktionen erinnern.Für die Aufnahmen in der Lychener Straße mußte der Straßenzug abgesperrt und mußten auch Fahrzeuge abgeschleppt werden, was natürlich den Ärger der Anwohner erregte.Die Aufnahmen in der Kanalisation entstanden übrigens nicht in Berlin, sondern in Dresden, denn die Elb-Metropole verlangte für die Dreharbeiten gerade einmal die Hälfte dessen, was Berlin haben wollte.Eine Multimedia-Produktion erfordert überdies erheblich mehr Handarbeit, als allgemein angenommen wird.Um sich durch die Handlung klicken zu können, müssen die einzelnen Bilder und aktiven Elemente - die ja nicht wie in einem Buch oder Film linear angeordnet sind - fehlerfrei verbunden werden.Je Bild erfordert das bis zu acht verschiedene Navigationspunkte.Am Ende kam so die imposante Zahl von annähernd 30 000 Triggerpunkten zusammen.

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