Zeitung Heute : "The Thin Red Line"

"The Thin Red Line"hat seinen Titel von einem Sprichwort aus dem Mittleren Westen, das lautet: "Nur eine dünne rote Linie trennt die Gesunden von den Verrückten".In Terrence Malicks Antikriegsepos verwischt sich diese Linie zunehmend.Mit der Verfilmung des Romans "Verdammt in alle Ewigkeit" von James Jones meldet sich Malick zurück, der nach "Badlands" (1973) und "In der Glut des Südens" (1978) Hollywood den Rücken kehrte.Zur Berlinale will er seinen Film dem Publikum präsentieren, jedoch keinerlei Interviews geben.

Mit Stars wie Sean Penn, Nick Nolte, Woody Harrelson und Newcomern wie Jim Caviezel oder Ben Chaplin schildert der Film den Kampf zwischen Japanern und Amerikanern im Jahre 1942 auf der Solomon-Insel Guadalcanal.Malick zeigt blutige Kampfszenen ebenso wie in diesem Zusammenhang verstörende, geradezu idyllische Bilder unberührter Natur.Viel Raum gibt in seinem fast drei Stunden dauernden Kriegsfilm den inneren Monologen der kämpfenden Soldaten."Warum sollte ich Angst vor dem Sterben haben?" fragt etwa ein verheirateter Soldat in gedanklicher Zwiesprache seine Frau."Ich gehöre zu Dir.Wenn ich zuerst gehe, warte ich auf der anderen Seite der dunklen Gewässer auf dich.Sei jetzt bei mir." Ein Werk von furchterregender Direktheit und bizarrer Schönheit.

Regie: Terrence Malick.Darsteller: Sean Penn, Woody Harrelson, Nick Nolte, Elias Coteas.

12.Februar, 20 Uhr

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