TIPPS FÜR DIE TÜRKEI : Neue Hotels dürfen nicht höher wachsen als die Baumwipfel

ALLGEMEINES

Die Türkische Ägäis soll feiner werden. So zumindest die Vorstellungen des türkischen Tourismusministers Ertugrul Günay. Den Massentourismus möchte er mittelfristig vornehmlich an die östliche Mittelmeerküste, weit hinter Alanya verbannen. Besonders an der türkischen Ägäisküste um Bodrum will Günay hingegen einen Wildwuchs mit großen Hotels verhindern. Neue Bettenburgen soll es dort nicht geben. „An der Ägäis wollen wir einen anderen Tourismus schaffen, mit Boutiqueunterkünften und einem näheren Miteinander mit den Menschen dort und mit ihrer Lebensweise, ihrer Kultur und ihren Produkten wie Wein und Oliven“, sagt er.

Günays sanfter Tourismus soll die landschaftlich reizvolle Ägäisküste nutzen, die mit archäologischen Stätten und antiken Ausgrabungen gespickt ist. Der Minister will den Bau von kleinen Boutiquehotels fördern, der einem einfachen, aber wirkungsvollen Grundsatz folgen soll: Neue Hotels dürfen nicht höher sein als die Bäume in der Umgebung.

ANREISE

Ja, man kann nach Bodrum fliegen, von Berlin aus allerdings nicht nonstop, sondern von BER geht es nur über Düsseldorf, Stuttgart oder Istanbul, was die übliche Flugzeit von drei Stunden leicht verdoppelt. Flugpreise ab 245 Euro (Pegasus). Transferzeit vom Flughafen je nach Lage des Hotels 30 bis 45 Minuten.

UNTERKUNFT

Gewiss, man kann individuell reisen. Doch eigentlich spricht nichts dagegen, auch besonders schicke Hotels wie das The Marmara, das Doria Bodrum oder das Grand Yazici pauschal zu buchen, mit Flug, Transfer und Unterkunft. Für eine Woche in diesen Fünf-Sterne-Häusern muss man im Juni mit mehr als 900 Euro pro Nase und Woche rechnen, wobei es je nach Zimmerkategorie auch teurer werden kann. Eine einwöchige Reise Ende Oktober in einem Drei-Sterne-Haus mit Halbpension kostet 628 Euro pro Nase (Neckermann).

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