Zeitung Heute : Toyota: Ein kompakter Siebensitzer

Ingo von Dahlern

In keinem Marktsegment herrscht derzeit mehr Bewegung als bei den Minivans in den kompakteren Formaten. Erfolge, wie sie Renault mit dem nur 4,13 Meter langen Scénic oder Opel mit dem siebensitzigen 4,32 Meter messenden Zafira mit seinem intelligenten versenkbaren Sitzsystem für den Wagenfond haben, fordern die Mitbewerber geradezu heraus. Ein Schwerpunkt der Aktivitäten scheinen derzeit die Minivans zu sein, die etwas größer sind als die klassischen Kompakten und kleiner als die Klassiker.

Soeben hat Honda als neuesten Bewerber in dieser Klasse den siebensitzigen Stream auf der Plattform des neuen Civic ins Rennen geschickt. Mit einer Länge von 4,57 Meter, einer Breite von 1,70 Meter und einem Radstand von 2,72 Meter ist der 1,59 Meter hohe Stream länger und ein wenig schmaler und flacher als der Zafira. Seine Dimensionen entsprechen bis auf wenige Zentimeter Unterschied einem Angebot von Toyota, das mit 4,53 Meter Länge, 1,70 Meter Breite, 1,62 Meter Höhe und einem Radstand von 2,74 Meter breits vor fünf Jahren präsentiert wurde - dem Picnic. Der schaffte es allerdings nicht, sich in Europa als Erfolgsauto auf dem Markt der kompakten Minivans zu etablieren. Besser gelingen soll das vom Sommer an dem Toyota Avensis Verso, der bereits in Genf zu sehen war und derzeit in Leipzig seine Deutschlandpremiere feiert.

Er kann mit fünf, sechs oder sieben Einzelsitzen ausgerüstet werden, wobei die sechssitzige Version über besonders komfortable Sitze verfügt. Die Sitze in der zweiten und dritten Reihe lassen sich umklappen, versenken oder auch ausbauen. Mit einer Länge von 4,65 Meter, einer Breite von 1,76 Meter, einer Höhe von 1,66 Meter gehört er zu den größeren Fahrzeugen unter den kompakten Minivans und hat mit 2,83 Meter den längsten Radstand. Er wurde so konzipiert, dass es bei jeder Sitzkonfiguration ausreichend Gepäckraum für alle Passagiere gibt. Maximal stehen, gemessen bis zur Gürtellinie, 1556 Liter bereit, wenn die Sitze der zweiten und dritten Reihe ausgebaut sind. Ein besonderes Angebot im Avensis Verso ist ein zusätzlicher Unterflur-Gepäckraum mit einem Volumen von 282 Liter.

Unter der Motorhaube des neuen Minivans arbeiten wahlweise ein Zweiliter-Benziner oder ein Zweiliter-Turbodiesel. Der Benziner ist VVT-i-Motor mit variabler Ventilsteuerung und einer Leistung von 110 kW (150 PS), der bei 4000/min ein höchstes Drehmoment von 192 Nm liefert, den Spurt auf Tempo 100 binnen 11,4 Sekunden und maximal 190 km/h erlaubt und im Durchschnitt 8,8 l/100 km verbraucht. Mit durchschnittlich 6,5 l/100 km sehr viel sparsamer ist der Diesel, ein Direkteinspritzer mit Common-Rail-Hochdruckeinspritzung und einer Leistung von 85 kW (116 PS), der dem Benziner in seiner Agilität ebenbürtig ist. Denn für den Spurt auf Tempo 100 reichen ihm 12,5 Sekunden und als Höchstgeschwindigkeit sind 180 km/h möglich. Schade, dass nur für den Benziner als Alternative zum Fünfgang-Schaltgetriebe auch eine Viergang-Automatik angeboten wird.

Beide Motoren verhelfen dem Avensis Verso zu Fahrleistungen, wie man sie von einem komfortablen Personenwagen erwartet. Beim Fahrwerk setzt Toyota auf eine Federbein-Vorderachse und eine sehr kompakte Torsionsachse hinten. Gebremst wird mit vier Scheibenbremsen, unterstützt durch ein ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung und einen Bremsassistenten. Zur Sicherheitsausstattung gehören Airbags für Fahrer und Beifahrer sowie Kopfstützen und Dreipunktgurte auf allen Plätzen. Kopf- und Seitenairbags gibt es auf Wunsch. Zur umfangreichen Serienausstattung zählen unter anderem vier elektrische Fensterheber, eine fernbediente Zentralverriegelung und ein modernes Audiosystem.

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