Zeitung Heute : TRAGIKOMÖDIE

Phantomschmerz

André WeikardD D

Wenn Til Schweiger mal nicht selbst Regie führt, kann er zeigen, was er als Schauspieler draufhat. Weniger Sonnyboy, dafür mit längeren Haaren und mehr Tiefgang, verkörpert er Marc, der bei einem Verkehrsunfall sein linkes Bein verliert und am Ende seine große Liebe findet. Dazwischen wird’s hässlich. Komödiengewohnte Schweiger- Anhänger bekommen den Schauspieler nicht nur mit freiem Oberkörper, sondern auch mit vernarbtem Oberschenkelstumpf zu sehen. Die wahre Geschichte um einen leidenschaftlichen Radfahrer, der nach einem Sturz vom Roller im Rollstuhl landet und sich zurück ins Leben kämpfen muss, ist stimmungsvoll, ohne kitschig zu sein. Til Schweiger, dessen Tochter Luna (Foto) mitspielt und auch auf der Leinwand Papa zu ihm sagen darf, beweist Mut, von seinem üblichen Rollenprofil abzurücken. Unerwartet. André Weikard



„Phantomschmerz“, D 2009, 97 Min., R: Matthias Emcke,

D: Til Schweiger, Jana Pallaske

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