Zeitung Heute : TRAGIKOMÖDIE

The Sessions: Wenn Worte berühren.

Martin Schwarz

Was für ein dämlicher deutscher Untertitel. Denn darum geht es Mark O’Brien, der Hauptfigur von „The Sessions“, eben nicht: um ein Surrogat für körperlichen Sex. Denn Mark möchte nur eines: vögeln. Endlich. Leider ist der Journalist seit einer Polio gelähmt. Doch als ihm sogar sein Hippie-Pfarrer das moralische Okay gibt, stellt der gläubige Mann den Kontakt zur Sex-Therapeutin Cheryl her. Die baut langsam eine engere Verbindung zu ihrem sensiblen Klienten auf. Doch wie eng darf so eine Beziehung innerhalb der „Sessions“ werden? Drei Faktoren machen diesen Film so sehenswert. Zum Ersten geht Ben Lewin für einen Ami unverkrampft mit der Thematik um. Zum Zweiten konnte er sich auf Notizen des echten O’Brien und der echten Sextherapeutin berufen und so eine große Glaubwürdigkeit entwickeln. Zum Dritten entwickeln sich John Hawkes und Helen Hunt zu einem Traumpaar. Berührend. Martin Schwarz

USA 2012, 96 Min., R: Ben Lewin, D: John Hawkes, Helen Hunt

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