Zeitung Heute : Treffpunkt rechts

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Nicht nur der Triumph des Rechtsextremisten Le Pen macht den Europäern Sorgen, auch die Ankündigung des Ex-FPÖ-Chefs, Jörg Haider, eine EU-weite rechte Bewegung zu gründen, um dann bei den EU-Wahlen 2004 als Spitzenkandidat nach Brüssel zu ziehen. Ausgerechnet Le Pen, der Haider bisher nicht sonderlich schätzte, hat den Kärntner-Politiker nun geadelt: „Herr Haider ist der Hexenmeister der europäischen Antisozialisten.“ Noch gibt es allerdings nicht sehr viele Parteien, die in Europa mit Haider zusammenarbeiten würden. Die italienischen Rechtsparteien Forza Italia, Alleanza nazionale und Lega Nord lehnen eine Zusammenarbeit mit Haider ab. In Deutschland lehnt die Schill-Partei einen Vergleich mit Haider ab, Volksunion und Republikaner wollen Kontakt zu Haider. Die portugiesische Rechtsaußen-Volkspartei Partido Popular hat keinen Kontakt zu Haider, auch nicht Norwegens so genannte Fortschrittspartei. Die dänische Volkspartei wehrt sich gegen Haider-Vergleiche, Hollands neuer Populisten-Führer Pim Fortuyn hat mit seiner Protestpartei noch keinen Kontakt zu Haider – das kann aber schnell kommen. Die belgischen Rechtsextremisten des Vlaams Blok suchen Haiders Nähe. Tsp

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