Zeitung Heute : Über 100 Computer wechselten Besitzer

KURT SAGATZ

Spenden überwiegend von Privatleuten/Größter Bedarf anscheinend bei GrundschulenVON KURT SAGATZ

Seit Wiederaufnahme der Tagesspiegel-Kontaktbörse "Computer in die Schulen" zum Beginn des laufenden Schuljahres sind 101 PCs gespendet worden.Dies ergab eine Zwischenbilanz vor dem Hintergrund einer kleinen Anfrage der CDU im Berliner Abgeordnetenhaus.Zu den interessanten Ergebnissen der Auswertung gehört dabei, daß drei Viertel oder 73 der gespendeten Geräte den Schulen von Privatleuten zur Verfügung gestellt wurden.Die übrigen 28 Geräte stammten von Berliner Firmen und Institutionen wie beispielsweise der Grundkreditbank und Coca-Cola oder der Senatsverwaltung für Wirtschaft und Betriebe sowie dem Wissenschaftskolleg zu Berlin. Neben Computern und Druckern wurden auch Software und Bücher gespendet, unter anderem vom SPC-Lehrbuchverlag oder dem Merkur Verlag Rinteln, die Berlins Schulen jeweils mehrere hundert Bücher überließen. Bei den gespendeten Geräten fällt auf, daß vor allem gebrauchte 286er PCs weitergegeben wurden.Insgesamt 56 dieser Geräte wurden an Schulen gespendet.In der Klasse der 386er wurden insgesamt 27 gespendet und bei den 486er wechselten zwei Geräte den Besitzer.Hinzu kommen diverse Peripherie-Produkte.Der Schwerpunkt hierbei lag bei Druckern.Von den rund 60 Druckern waren 46 Nadeldrucker, 17 Tintenstrahl- und zwei Laserdrucker.Ein weiterer größerer Posten bei den Peripheriegeräten machten Monitore aus: hiervon wurden insgesamt 61 gespendet.Daneben konnten den Schulen diverse Tastaturen, Diskettenlaufwerke, CD-ROM-Laufwerke, Mäuse, Joysticks, Grafikkarten und Scanner zur Verfügung gestellt werden. Interessante Ergebnisse bei der Auswertung des bisherigen Verlaufs der Kontaktbörse zeigten sich auch auf Seiten der Schulen: Vor allem bei den Grundschulen besteht offensichtlich ein großer Bedarf nach Computern.Mehr als die Hälfte der Gesuche stammten von Schulen dieses Typs (48).Bei den weiterführenden Schulen sieht es, gemessen an den Gesuchen, offenbar etwas besser aus.Von den weiterführenden Schulen gingen seit Beginn dieses Schuljahres insgesamt 37 Gesuche ein.Weniger aussagekräftig als diese Zahlen ist dabei die Unterteilung der Gesuche in Schulen aus dem ehemaligen West- und Ostteil der Stadt.Das Übergewicht der Gesuche aus dem alten Westteil hängt wohl eher mit der Verteilung der Tagesspiegel-Leserschaft in der Stadt zusammen als mit dem tatsächlichen Bedarf der Schulen in den östlichen Bezirken.

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