Zeitung Heute : Über den eigenen Tellerrand geschaut

KURT SAGATZ

Siemens Nixdorf bietet seinen Kunden Innovationsmanagement anVON KURT SAGATZ

Im Dickicht der rasanten Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechniken ist es nicht weiter schwierig, den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr zu sehen.Damit dies nicht auch den Kunden der Siemens-Nixdorf Informationssysteme AG passiert, hat das Unternehmen vor einem Jahr das Center für innovative Themen (CIT) gegründet.Ziel der aus 28 Mitarbeitern bestehenden Einrichtung ist es, gemeinsam mit den Kunden - größtenteils Kommunen und andere Einrichtungen der Öffentlichen Hand - innovative Konzepte zu entwickeln.Die Beratung bei der Suche nach geeigneten technischen Komponenten gehört nicht zu den Aufgaben des CIT, hierfür sind später die jeweiligen SNI-Unternehmensbereiche zuständig."Uns bewegt weniger das Tagesgeschäft.Wir diskutieren über Szenarien, beispielsweise über die Frage, ob die Bewag im Jahr 2005 nur Energieversorger oder auch Datencarrier sein wird", erläuterte CIT-Leiter Dieter Hofmann die Zielsetzung des SNI-Think-Tanks in dieser Woche vor Journalisten in Berlin.Von diesem Diskussionsangebot machen die Kunden regen Gebrauch.Bereits im ersten Jahr des Bestehens erwirtschaftete das CIT einen Gewinn. Die Arbeit des Centers hat in Berlin überdies zu konkreten Ergebnissen geführt.In den nächsten Monaten wird in der Region ein Informationsdienst starten, der seine Kunden über sogenannte Pager (bekannt von Scall, Telmi oder Quix) mit speziell ausgewählten Informationen versorgen soll.Neben Nachrichten wird beispielsweise über die Übertragung von BVG-Fahrplänen oder ähnlichem nachgedacht.Eine weitere Innovation, die sich jedoch noch in einer frühen Konzeptionsphase befindet, ist ein Sicherheitssystem.Wer beispielsweise verreist, kann bei seiner Agentur gleich eine Dienstleistung mitbuchen, die es ihm ermöglicht, die Sicherheit des eigenen Hauses vom Reiseort aus zu überwachen. Knapp vor der Installation stehen im Gegensatz zum Sicherheitskonzept die Pläne für die Telezentren in Berlin.Hierbei geht es darum, die Arbeit durch die Nutzung der modernen Telekommunikation näher an den Menschen zu bringen.Daran hätten vor allem auch Zeitarbeitsfirmen Interesse.Ein ähnliches Projekt wurde gerade gestern in der Prignitz eingeführt (siehe Seite 12). Tele-Working und Tele-Learning zählt zu den derzeit am stärksten diskutierten Projekten.Ebenfalls von großem Interesse sind sogenannte Stadtinformationssysteme, die beispielsweise über das Internet oder über festinstallierte Informations-Kioske genutzt werden können.Zu den Vorteilen dieser Systeme gehört die Intensivierung der Tourismuswerbung, aber auch der engere Kontakt der Bürger mit den Verwaltungen.Zudem könnte mit diesen Systemen die Arbeit der Behörden effektiver und somit kostengünstiger gestaltet werden.19.12.1996

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