Zeitung Heute : US-Firma will Gerüche per Internet verschicken

Wer glaubt, dass er das Internet schon kennt, der hat noch nicht daran gerochen. In einer Zeit, in der im World Wide Web Bilder und Töne angeboten werden, wollen Dexster Smith und Joel Bellenson mit ihrer Firma DigiScent jetzt auch Düfte verschicken. "Wenn wir es schaffen, einen biologischen Geruch in seine Bestandteile zu zerlegen, sollte es auch möglich sein, ihn zu digitaliseren und zu übertragen", so Smith. Für die Duftübertragung per Computer haben Smith und Bellenson das "iSmell" entwickelt. Dieses Gerät wird an den Computer angeschlossen und enthält eine Reihe von Ölen, die in verschiedenen Mischungen unterschiedliche Gerüche erzeugen. Die kleine Parfümfabrik wird von einem Computerprogramm gesteuert, das Signale aus dem Internet empfängt, umwandelt und als Befehle an "iSmell" weitergibt. Um die korrekte Übertragung der Gerüche sicher zu stellen, haben Smith und Bellenson ein digitales Verzeichnis von tausenden Düften erstellt, das sie den interessierte Produzenten von Filmen, Musik oder Werbung in Lizenz überlassen wollen. Smith ist sich sicher: "Die Übertragung von Gerüchen wird Handel, Unterhaltung, Bildung und Werbung im Internet beeinflussen und eine ganze neue Industrie hervorbringen."

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