Zeitung Heute : Vergnügen oder Hilferuf?

PEER HEINLEIN

"Was macht ihr mit euren Gefühlen, muß man permanent in guter Stimmung sein?" Unter anderem diese Frage stellt Matthias Apel, Mitarbeiter der Landesdrogenbeauftragten, wenn er mit Jugendlichen über Sucht spricht."Wer zu Drogen greift, verlernt mit den Höhen und Tiefen des Lebens auszukommen." Speed, Ecstasy, Joints - Apel sieht das eher als pubertäres Problem: "Die Jugendlichen durchleben eine Risikophase und testen ihre Grenzen aus." Besorgter stimmt ihn unbemerktes Suchtverhalten."Wer besoffen ist, fällt auf, wer Eßstörungen hat oder medikamentenabhängig ist, bleibt unbemerkt."

Laufend wird in Medien über Drogenkonsum bei Jugendlichen berichtet, geforscht und beratschlagt.Jetzt können sie sich selber zu Wort melden und ihre Sicht der Dinge schildern: "Drogen und Sucht" lautet der Titel der nächsten "Klasse!"-Sonderseite, für die ab sofort Schülerbeiträge gesucht werden.

Wieso und wann nehmen Jugendliche Drogen? Gibt es gefährliche und weniger gefährliche Mittel? Ein Joint, eine Party-Pille, ist das ab und zu okay? Was ist, wenn man sich weigert, zu Flasche oder Glimmstengel zu greifen? Sehen Jugendliche Drogen eigentlich als Suchtproblem oder harmloses Vergnügen an? Wie sieht es mit Alkohol und Nikotin auf Partys, bei Eltern und in der Öffentlichkeit aus? Was leistet die Schule? Klärt sie auf, hilft sie, bieten Ansprechpartner Halt, auf die man sich verlassen kann?

Alle "Klasse!"-Klassen und Schüler sind aufgerufen, ihre Meinungen, Kommentare, Zeichnungen, Erfahrungen oder Fotos zu dem Thema einzusenden, auf Wunsch werden diese auch anonym behandelt.Noch bis zu den Winterferien kann sich der Postkorb der Redaktion füllen: Der Tagesspiegel, "Klasse!", Potsdamer Str.87, 10785 Berlin.

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