Zeitung Heute : Verkauf von Vivantes wird geprüft

Der Tagesspiegel

Die Klinik-GmbH Vivantes will bis Herbst 2002 prüfen, „ob und in welcher Form private Investoren beteiligt werden können“. Das beschloss am Mittwoch der Aufsichtsrat der bislang in hundertprozentigem Landesbesitz befindlichen Gesellschaft. Über den Verkauf von Vivantes müsse „langfristig nachgedacht werden“, damit das Unternehmen „wettbewerbsfähig und dauerhaft gesichert“ bleibe, sagte Hartmann Kleiner, der Vorsitzende des Aufsichtsrats. Die Rechte der Mitarbeiter blieben davon unberührt, betriebsbedingte Kündigungen bis 2006 ausgeschlossen, versicherte Geschäftsführer Wolfgang Schäfer. Die rund 16 000 Beschäftigten fürchten trotzdem um ihre sicheren Arbeitsplätze. Betriebsräte übergaben bei der Aufsichtsratssitzung 4000 Unterschriften gegen eine Privatisierung. Das Land solle alleiniger Vivantes-Gesellschafter bleiben.

Die Einbeziehung privaten Kapitals in das Kerngeschäft von Vivantes war kürzlich von den Gläubiger-Banken der GmbH vorgeschlagen worden. Den aus der Zeit vor der Fusion der zehn städtischen Krankenhäuser stammenden 215-Millionen-Kredit wollen sie nur dann vom Land Berlin auf Vivantes übertragen und verlängern. Jetzt soll der Kredit bis zur Entscheidung im Herbst beim Land bleiben. -ry

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