Zeitung Heute : Verkehrssünderkartei

Zum 50. Geburtstag zusammengestellt von

Anna Kemper

8 200 000 Personen waren Anfang des Jahres in der Flensburger Kartei registriert – mehr als je zuvor.

1956 wurde die Kartei zur Erfassung von Verkehrssündern eingerichtet. Offiziell sammeln sich die Punkte übrigens im „Verkehrszentralregister des Kraftfahrt-Bundesamtes“ – da klingt „Punkte in Flensburg“ doch einfacher.

80,7 Prozent aller eingetragenen Personen im VZR sind Männer. Noch ein Unterschied zwischen den Geschlechtern: Während Männer häufiger bei Fahrten unter Alkoholeinfluss auffällig werden, missachten Frauen eher die Vorfahrt.

24 Monate muss man ohne Verkehrsverstoß fahren, wenn man wieder punktefrei sein will: Nach Ablauf dieser Frist wird das Konto in Flensburg auf null gesetzt.

18 Punkte bedeuten: Entzug der Fahrerlaubnis. Man kann allerdings die Punkte auf seinem Konto abbauen: Mit einer medizinisch-psychologischen Untersuchung, dem „Idiotentest“.

4 Punkte, das ist die Strafe für extremes Rasen ab 40 km/h über der Geschwindigkeitsbegrenzung innerhalb geschlossener Ortschaften. Das kann bis zu 425 Euro kosten – und den Führerschein ist man erst mal los.

3 Punkte, 150 Euro, Führerschein weg – wenn Bahnschranken sich senken, sollte man besser nicht mehr aufs Gaspedal drücken.

1 Punkt bekamen 289 000 Fahrer im letzten Jahr fürs Telefonieren mit dem Handy während des Fahrens, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr.

Quelle: Verkehrszentralregister

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