Zeitung Heute : Viel Arbeitsspeicher hilft viel

Der Random Access Memory (wörtl.: Speicher mit wahlfreiem Zugriff; Abk.: RAM) bildet den Hauptspeicher des Computers und ist eine entscheidende Größe für die Leistungsfähigkeit des PC.Daten und Programmcodes der laufenden Programme werden in ihm zwischengelagert. Daß der Geschwindigkeit des Prozessors oft eine größere Bedeutung beigemessen wird als dem Hauptspeicher ist nur die halbe Wahrheit, denn der schnellste Prozessor kann seine Leistung nur im Zusammenspiel mit einem ebenbürtigen Arbeitsspeicher entfalten.Ist der Arbeitsspeicher zu klein, müssen die Daten von der Festplatte nachgeladen werden, was eine erheblich langsamere Zugriffszeit zur Folge hat - die gesamte Rechnerleistung sinkt. Die Leistung des RAM hängt vor allem von seiner Größe und dem Typ der RAM-Module ab.Für die Größe des Arbeitsspeichers gelten mittlerweile 16 Megabyte (MB) als Minimalkonfiguration, insbesondere für Windows 95.Für Anwender von Windows NT oder OS/2, sowie für die Nutzung von Multimediaprogrammen und neueren Computerspielen sollten es schon 32 MB sein.Und wer Layout- und Bildbearbeitungsprogramme sinnvoll nutzen will, sollte sogar über 64 MB und mehr RAM verfügen. Verwirrend wird es vor allem bei den unterschiedlichen Modul-Typen.Meist werden diese Steckmodule in Zweier- oder Viererblöcken auf die Hauptplatine (Motherboard) gesteckt.Dabei müssen die Bausteine immer die gleiche Größe haben.Beispielsweise 4 mal 4 MB für eine Gesamtspeichergröße von 16 MB auf einem 486er System oder 2 mal 16 MB für 32 MB bei den aktuellen Platinen. Allgemein gilt: verschiedene PC-Systeme benötigen auch unterschiedliche Speichermodule.Die Module unterscheiden sich im wesentlichen in ihrer Größe (Anzahl der Steckpole), der Zugriffsbreite (Anzahl der übertragenen Bits) und der Zugriffszeit.Es gibt Module mit 30 (SIMMs), mit 72 (PS/2-SIMMs) und mit 168 Steckpolen (DIMMs).Die SIMMs finden in neueren PC keine Verwendung mehr, da sie nur über eine Übertragungsbreite von 8 Bit verfügen.Derzeit am gebräuchlichsten sind EDO-RAM (PS/2-Module mit 32 Bit) und SDRAM (DIMM-Module mit 64 Bit).Letztere werden vor allem in der Pentium II-Generation eingesetzt und haben den Vorteil, daß sie auch einzeln auf der Hauptplatine verwendet werden können. Noch ein paar Tips für den Umgang mit dem RAM: Man sollte nie Module mit verschiedenen Leistungswerten mischen, da sich das System der niedrigsten Leistung anpasst.Bei einer Speichergröße von 64 MB und mehr, sollte man darauf achten, daß die Hauptplatine auch für diese Kapazität ausgerüstet ist. Die technische Entwicklung und die Preise der RAM-Module befinden sich in ständigem Fluß.Darüberhinaus variieren die Preise der verschiedenen Anbieter erheblich.Ein Vergleich lohnt also.Während bei 8 MB EDO-RAM noch kein größerer Unterschied spürbar ist - die Preise bewegen sich um die 40 Mark, steigt die Differenz mit zunehmender Speicherkapazität.16 MB EDO-RAM kosten beispielsweise zwischen 50 und 80 Mark.Beim Kauf von 32 MB EDO-RAM reicht die Preisspanne schon von 100 bis 160 Mark, 32 MB SDRAM kosten zwischen 110 und 150 Mark.

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