Zeitung Heute : Vom Laufsteg in den Kleiderschrank
Am Mittwoch hat Michael Sontag die Fashion Week eröffnet. Und schon heute kann jeder die frisch präsentierten Teile bestellen – ganz entgegen der prototypischen Abläufe der Modeindustrie. Auch hier stellt wieder das Internet alles auf den Kopf. Die Mode-Onlineplattform Couture Society macht es möglich. Hier bekommt der modeaffine Kunde die Kollektion angeboten, die nur ein paar Stunden zuvor noch auf den Laufstegen zu sehen war. Die Exklusivität der Kleidung ist Programm für das Geschäftsmodell: Die Stücke gibt es nirgends sonst zu kaufen. Direkt nach der Modeschau wird die Kollektion abfotografiert.
Es vergehen zwischen 24 und 48 Stunden, bis die Fotos auf der Plattform sind und die Kleidung bestellt werden kann.
Kooperierende Designer haben so die Möglichkeit, ihre Herzstücke nicht nur als Showpieces in den Truhen verschwinden zu lassen, sondern sie auf Bestellung in die Schränke der Endkonsumenten zu befördern. Was gekauft wird, bestimmen nicht die Großhändler, sondern die Fans. Interessierte können Teile vorbestellen und sie schließlich zu ihren eigenen Herzstücken machen – es hat schließlich seinen Reiz, etwas zu tragen, was nicht Massenware ist.
Designer wie Michael Sontag, Mariusz Przybylski oder Irene Luft nutzen die seit Januar dieses Jahres existierende Plattform. Über das Internet können sie ihre Kunden viel direkter ansprechen. Durch Couture Society haben diese direkten Zugang zu einer Vielzahl extravaganter Designerstücke, die Händler möglicherweise nicht stangentauglich finden könnten. Auch Escada Sport macht mit. Ab Freitagnacht, im Anschluss an die Schau, stellt Couture Society genau drei Escada-Teile online. Das Spannende hier: Die Teile sind Einzelstücke. Wer zuerst klickt, bekommt den Zuschlag. Auch wenn das nicht so demokratisch klingt, der Grundgedanke allerdings bleibt: exklusive Mode, die online für jeden zugänglich ist. Paulina Czienskowski
www.couture-society.com








