Zeitung Heute : Von der Schule in die Schule

ROLAND KOCH

Die Assistentenausbildung als Alternative zum AusbildungsplatzVON ROLAND KOCHDas Ausbildungsjahr 98 / 99 hat längst begonnen, zumindest für die zahlreichen Bewerber, die auch dieses Jahr wieder um die Ausbildungsplätze wetteifern.In vielen Betrieben sind die Entscheidungen über die Auszubildenden des nächsten Jahres bereits gefallen, bei so manchem Schulabgänger werden sich die Absagen schon stapeln.Eine Alternative für einige Bewerber, die keinen Ausbildungsbetrieb gefunden haben, ist die vollschulische Assistentenausbildung an einer Berufsfachschule."Allerdings sollten sich interessierte Schüler nicht allzu viele Hoffnungen machen", schränkt Wolfgang Doms, Schulleiter des Oberstufenzentrums Nachrichtentechnik ein.Die Zahl der Plätze ist begrenzt.Am OSZ Nachrichtentechnik wurde 1997 erstmals die Ausbildung zum Assistenten für Elektronik und Datentechnik (PC-Assistent) angeboten.Hier standen gerade mal 60 Plätze für 180 Bewerber zur Verfügung.In diesem Jahr sollen es immerhin 90 Plätze sein und ein zweiter Ausbildungsgang zum Assistenten für Medientechnik.Aber viele Interessenten werden auch dieses Mal nicht dabei sein."Wir können die betriebliche Ausbildung nicht ersetzen, nur ergänzen", erklärt Wolfgang Doms.Die Teilnehmer der vollschulischen Berufsausbildung erlangen zwar eine Doppelqualifikation, die Fachhochschulreife und den Berufsabschluß, letzterer aber ist mit einer herkömmlichen dualen Ausbildung nicht gleichzusetzen.Der Assistent für Medientechnik etwa erhält eine kaufmännische und technische Grundausbildung, das heißt, er kann Internet-Seiten einrichten, Geräte für den Multimediabereich aufstellen, diese konfigurieren und bedienen, Aufträge kalkulieren oder den Fehler im Fernseher bestimmen.Die Ausbildung befähigt ihn aber beispielsweise nicht, jeden Fehler eigenständig zu reparieren.Wie der Name der Ausbildung schon sagt, bleibt er Assistent.Das belegt auch der kurze praktische Teil der Ausbildung.Im fünften Halbjahr wird lediglich ein vierwöchiges Betriebspraktikum absolviert.Im Vergleich mit der betrieblichen Lehre ist das knapp bemessen.Die Assistenten sind Ansprechpartner und Berater des Kunden mit solidem Grundwissen, nicht aber Spezialisten.An anderen Oberstufenzentren wird die Ausbildung auch für die Bereiche Automatisierungs- und Computertechnik, Medizintechnik sowie Mode und Design angeboten.Wer sich um einen der Plätze bewerben will, muß den Realschulabschluß vorweisen und einen Eignungstest bestehen.Anschließend drücken die Kandidaten für weitere drei Jahre die Schulbank mit wöchentlich 36 Unterrichtsstunden - dazu gehört schon eine ordentliche Portion Fleiß.Eine schriftliche, eine mündliche und eine praktische Prüfung warten am Ende der Ausbildung.Im PC-Kurs sind bereits im ersten Jahr cirka 10 Schüler ausgestiegen.Diejenigen, die durchhalten, belohnt dafür zumindest die Fachhochschulreife, wenn es hinterher auch mit dem Assistentenjob nicht klappt.nasenaseIm Deutschen Historischen Rathaus überreichte Bundeswirtschaftsminister Günther Rexrodt am Dienstag an insgesamt 16 Filmemacher den deutschen Filmpreis.Sechs Filme erhielten den ersten Preis, zehn davon den zweiten.Dem Film "Flash" von Thorsten Näfer wurde die besondere Ehre zuteil, den geladenen Gästen vorgeführt zu werden.Näfer hatte sich im Auftrag des Deutschen Verkehrssicherheitsrates mit dem Thema Drogen und Autofahren auseinandergesetzt und zeigte in seinem Mini-Techno-Musicalfilm, daß sich beides zusammen nicht verträgt.Damit belegte er in der Kategorie "Wirtschaft und Gesellschaft" den ersten Preis.Auch Alexander Scherer eroberte mit seinem Film "Augenblicke" - einem Unternehmensporträt der Firma Carl Zeiss - den ersten Preis in der Kategorie "Leistungen deutscher Unternehmen und Fachkräfte".Rexrodt würdigte zudem in sein Ansprache das 30jährige Jubiläum des Deutschen Wirtschaftsfilmpreises und hob die ökonomische Bedeutung der Branche hervor, die immerhin 1000 Produzenten hätte, die Wirtschaftsthemen einem breiten Publikum näherbringen wollten.

Tagesspiegel - Debatten


Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben