Zeitung Heute : Von witzig bis edel

Nützliche Alltagsgegenstände fürs Bad

Stephanie Hoenig/dpa/Tsp

Mit einer Vielzahl von Accessoires – von witzig bis elegant – sorgen Designer und Einrichtungsfirmen dafür, dass sich ein Badezimmer auch mit wenig Aufwand und Geld aufmöbeln lässt.

Die Entwicklung, sich in die eigenen vier Wände zurückzuziehen und es sich dort schön zu machen, erreiche mit der Gestaltung des Badezimmers ihren vorläufigen Höhepunkt, heißt es bei der Messe Frankfurt, die die Sanitärmesse ISH ausrichtet. Dabei geht es nicht allein um eine komfortable Badewanne oder eine High-Tech-Armatur – auch die „weichen Faktoren“ wie Raumambiente und stimmungsvolle Inszenierungen sind wichtig.

„Gesundheit, Wellness, Sich-SchönMachen-Wollen, das alles spielt im Bad immer mehr eine Rolle“, bestätigt die Designerin Helena Lebá aus Köln. Sie entwirft farbenfrohe Nutzgegenstände für Waschbecken und Co. Der luftige Schwamm mit einem Metallsieb in der Mitte ist ein solches Accessoire. Er ersetzt die klassische Seifenschale. „Er hat den praktischen Effekt, dass es keine glitschige Ablage mehr gibt. Der Seifenschaum läuft durch das Sieb in den Schwamm“, erklärt Lebá. Auch ihr Zahnbürstenhalter entstand aus der Idee, aus dem oft unansehnlichen, weiß verkrusteten Zahnputzbecher einen Hingucker zu machen. Die Designerin entwarf eine Silikon-Zahnpastatube, die Dank Saugnapf an der Wand hängt und mit zwei Schlitzen in der Tube Platz für die Zahnbürsten bietet.

Aus der Designschmiede „Pension für Produkte“ in Hamburg kommen ebenfalls witzige Bad-Accessoires. Die Badekappe „Gänsehaut“ beispielsweise sieht zwar mit ihren charakteristischen Noppen und der geschwungenen Form genauso aus wie die Originale aus den 1970er Jahren. Beim näheren Hinschauen entpuppt sie sich aber als Kulturbeutel: An ihrer Öffnung ist ein Reißverschluss befestigt, der die Kappe zur Tasche macht. Zu den Rennern in Einrichtungsgeschäften haben sich Seifenspender entwickelt. Beliebt sind Sand- und Naturtöne, aber auch eine dunkele Holzoptik. Das dunkle Holz, oft kombiniert mit Edelstahl, macht aus einem einfachen Seifenspender ein stilvolles Bad-Accessoire.

Beliebt sind auch verspielte Sachen wie eine kleine Badewanne mit Löwenfüßchen, die Lippenstifte oder andere Kleinkosmetik aufbewahrt. Nobel anmutenden Schick bringt die Firma Spirella aus der Schweiz mit ihrer neuesten Kollektion ins Badezimmer. Auch dabei: Ein farbiger Juwel mit Kristallschliff, der an der Wand funkelt und als Haken für Waschlappen oder Handtuch wirkt. Wer es noch opulenter mag, dem könnte vielleicht der Duschvorhang „Alhambra“ gefallen. Auf glänzendem Satingewebe wirken schwarze Verzierungen wie aus 1001 Nacht.

Das Unternehmen Koziol setzt eher auf Witz als auf Grandezza. Um Ränder unter den Fingernägeln kümmert sich das Krokodil „Dundee“, das am Bauch jede Menge Borsten zum Bürsten der Nägel hat. Im nächsten Schritt kommt „Manni“, das Maniküreset in Form eines Schnabeltieres. Es beherbergt im Schnabel die Schere und im gefiederten Schwanz die Feile. „Kai P.“, der Zahnseidenspender, ist ein Piranha mit scharfen Zähnen, die beim Abschneiden der Zahnseide helfen. „Spaß machen Produkte, die ungewöhnlich sind“, sagt Angela Schlösser von der „Pension für Produkte“. Während sich im Wohn- oder Schlafzimmer Designer bereits in allen Richtungen ausgetobt haben, gibt es im Bad noch Neuland zu entdecken. Auch der Badewannenstöpsel mit Namen „Schilfgras“ aus der oben genannten Designschmiede ist ein witziger Gag. Auf dem Stöpsel ist ein grünes, langes Schilfgras montiert, das aus der mit Wasser gefüllten Badewanne herauslugt und ein Gefühl von Naturteich vermittelt. Stephanie Hoenig/dpa/Tsp

Tagesspiegel - Debatten


Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben