Zeitung Heute : Warum braucht Berlin Goya?

Peter Glückstein über den neuen Club

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Warum braucht Berlin Goya?

Ob das Metropol in Zukunft als Goya oder als Kaufhaus seine Türen öffnet, macht einen Unterschied, der über den Nollendorfplatz hinausreicht. Mit Goya bekommt Berlin einen Club, der Ambition und Entspanntheit in einem großen Traditionshaus vereinigt. Unsere Argumente sind neben der Architektur von Hans Kollhoff kompromisslose Eigenständigkeit in Konzept, Kultur und Finanzierung.

Wie exklusiv wird Goya sein?

Das Raumerlebnis wird gewaltig sein, der Begriff des Exklusiven trifft die Sache jedoch nicht. Goya grenzt sich deutlich von einer elitären Türpolitik ab, bei der es um die Herausfilterung einer sozialen Elite oder des coolen Typus geht. An die Stelle tritt ein wesentlich offeneres System, in dem nur die keine Chance haben, die ein offensichtliches Talent zum Spielverderben mitbringen. Dafür werden unsere Türsteherinnen sorgen.

Was ist die Besonderheit von Goya?

Im Unterschied zu herkömmlichen Clubs und Diskotheken steht Goya in der Tradition der Ballrooms. Zuerst wird gemeinsam gegessen, dann getanzt. Goya ist nicht nur Diskothek, sondern auch klassische Bar und Restaurant. Die große Bühne wird auch für musikalische und andere Performances genutzt. Der zweite Balkon als Aktionärsetage erinnert an das Treiben verschworener Logen.

Welche Risiken sehen Sie?

Die Vorraussetzungen für Goya sind ausgezeichnet. 2000 Aktionäre als Stammgäste samt Umfeld bringen ein gehöriges Maß an zusätzlicher Stabilität mit sich. Das Risiko sind wie immer die Menschen. Also wir, die Macher.

Was wünschen Sie sich?

Zufriedene Aktionäre, ein spannendes Publikum und hohe Dividenden.

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