Was das Gesetz sagt : Keine lässliche Sünde

Steuerhinterziehung in großem Stil ist eine erhebliche Straftat. Geahndet wird sie mit Haft bis zu fünf, in besonders schweren Fällen bis zu zehn Jahren oder Geldstrafe.

rtr

Die vorenthaltenen Steuern müssen nachbezahlt werden – inklusive Zinsen. Verjährung tritt nach fünf, in schweren Fällen nach zehn Jahren ein. Wenn die Tat bisher unaufgedeckt ist, kann durch Selbstanzeige nachträgliche Strafbefreiung gewährt werden. So etwas gibt es auch bei anderen schweren Straftaten wie Brandstiftung. Nach der Flut der Selbstanzeigen wegen der Steuer-CDs aus der Schweiz und Liechtenstein wurden die Hürden für die Selbstanzeige 2011 heraufgesetzt. So gibt es keine „Teilselbstanzeige“ mehr, alle steuerlich relevanten Informationen müssen offenbart werden. Und Steuerhinterziehung wurde teurer: Wenn der Betrag 50000 Euro übersteigt, kann es Straffreiheit nur noch geben, wenn neben sechs Prozent Zinsen noch fünf Prozent der hinterzogenen Summe an die Staatskasse gezahlt werden. rtr

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