WAS HAT SICH ZUM JAHRESWECHSEL BEREITS GEÄNDERT? : Zusatzbeiträge und Medikamente

Der allgemeine und einheitliche Beitragssatz steigt von 14,9 auf 15,5 Prozent – und ist damit wieder so hoch wie vor der Finanzkrise. Arbeitnehmer und Rentner zahlen 8,2 Prozent ihres beitragspflichtigen Einkommens, Arbeitgeber und Rentenversicherungsträger 7,3 Prozent. Die

bisherige Obergrenze für

Zusatzbeiträge
von acht Euro beziehungsweise ein Prozent des Bruttoeinkommens entfällt. Die Kassen dürfen nun auch mehr verlangen. Allerdings erhalten Versicherte, wenn der durchschnittliche Zusatzbeitrag zwei Prozent ihres Einkommens übersteigt, einen Sozialausgleich aus Steuern. Die Beitragsbemessungsgrenze, oberhalb derer das Einkommen beitragsfrei ist, verringert sich um ein Prozent auf 3712,50 Euro im Monat. Die Versicherungspflichtgrenze für die gesetzliche Krankenversicherung sinkt um 0,9 Prozent auf 4125 Euro. Wer mehr verdient, darf sich auch als Arbeitnehmer privat versichern. Den Wechsel zu Privatanbietern hat die Regierung aber noch zusätzlich erleichtert. Künftig darf sich jeder aus dem Solidarsystem verabschieden, wenn sein Einkommen im jeweiligen Kalenderjahr die Pflichtgrenze überschreitet. Bisher lag die Wartezeit bei drei Jahren. Wer Arztrechnungen selber begleichen und sich danach in Teilen erstatten lassen will, bekommt dies erleichtert, er muss sich darauf nur noch für ein Vierteljahr festlegen. Und auch in Apotheken dürfen Patienten nun, wenn sie wollen, frei wählen und draufzahlen – für Medikamente, die keinem Rabattvertrag ihrer Kasse unterliegen. raw

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