Zeitung Heute : Wechsel auf Kommando

Strucks Thesen zur Zukunft der Bundeswehr

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1. Die Aufgaben der Bundeswehr werden wegen der neuen sicherheitspolitischen Lage neu gewichtet.

2. Eine Gefährdung deutschen Territoriums durch konventionelle Streitkräfte gibt es auf absehbare Zeit nicht.

3. Die sicherheitspolitische Lage erfordert eine Sicherheits und Verteidigungspolitik, die umfassend angelegt und gemeinsam mit Verbündeten und Partnern organisiert ist.

4. Die multilaterale Sicherheitsvorsorge ist grundlegender Bestimmungsfaktor deutscher Verteidigungspolitik.

5. Für die Bundeswehr stehen Einsätze der Konfliktverhütung und Krisenbewältigung sowie zur Unterstützung von Bündnispartnern auch über das Bündnisgebiet hinaus im Vordergrund.

6. Die für die Landesverteidigung vorgehaltenen Fähigkeiten werden in aktiven Strukturen nicht länger benötigt.

7. Die knappen Ressourcen müssen künftig noch stärker als bisher vor allem zur Erfüllung der originär militärischen Aufgaben eingesetzt werden.

8. Für die Beschaffungs- und Ausrüstungsplanung wird ein fähigkeitsorientierter Gesamtansatz entwickelt. Rüstungskooperation im europäischen und transatlantischen Rahmen ist prioritär.

9. Die Bundeswehr kann verstärkt und rascher auf die Aufgaben der internationalen Konfliktverhütung und Krisenbewältigung ausgerichtet werden.

10. Die Bundeswehr benötigt nach Einsatzbereitschaft und Präsenz differenzierte Streitkräfte, die schnell und wirksam zusammen mit denen anderer Nationen eingesetzt werden können.

11. Die Wehrpflicht bleibt für Einsatzbereitschaft, Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit ohne Alternative.

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