Zeitung Heute : Wechselhafte Beziehungen

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Edouard Balladur.

Der RPRPolitiker steht für viele, die als Freund Chiracs begannen und als Widersacher endeten. Balladur war jahrelang Parteifreund Chiracs. Der schlug ihn 1993 an seiner Stelle als Premierminister, weil er selbst sich auf die Präsidentschaftswahlen 1995 vorbereiten wollte. Die Rechnung ging nicht auf: Balladur entschied sich, 1995 gegen Chirac anzutreten. Das hat der ihm nie verziehen.

DIE TOCHTER

Claude Chirac. Zu seiner jüngsten Tochter Claude hat Chirac eine besonders enge Beziehung. Sie ist seit Anfang der 90er Jahre seine PR-Beraterin, ohne ihre Expertise kommt er nicht mehr aus. Sie war maßgeblich an seinem Wahlsieg im Jahr 1995 beteiligt. Das Handwerk hat sie bei Mitterands Kommunikationschef gelernt. Sie vertritt die Idee eines Präsidenten, der dem Volk nahe ist.

DIE EHEFRAU

Bernadette Chirac. Seine adelige Frau Bernadette Chodron de Courcel, die ihm die nötigen Kontakte verschaffte, um aufzusteigen, ist selbst Politikerin. Die beiden siezen sich, nach französischer Adelsmanier – und sie hat trotz seiner angeblichen Affären immer zu ihm gehalten. Bernadette erzählt in ihrem Buch einen typischen Dialog, wenn der unsportliche Chirac zum Beispiel Tennis guckt: „Aber Liebling, Sie haben doch noch nie einen Schläger in der Hand gehalten“. Seine Antwort: „Aber mein Rehlein, Sehen Sie sich doch die hübschen Spielerinnen an“!

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