WEGBEGLEITER : Harmonie und Missklänge

DER SCHNÖRKELLOSE

Thomas de Maizière agiert als Kanzleramtschef hinter den Kulissen und Angela Merkel hört auf ihn. Keitel unterhält schon seit Jahren einen guten Draht zu dem CDU-Politiker. Wie der neue BDI-Präsident ist auch der 54-Jährige Stratege wie Macher. Beide teilen die konservative Haltung, die Schnörkellosigkeit, beide haben drei Kinder. Thomas de Maizière ist ein Cousin des letzten DDR-Ministerpräsidenten Lothar de Maizière. Ihm empfahl er Merkel als Mitarbeiterin und so begann die Karriere seiner heutigen Chefin.

DAS VORBILD

Daniel Barenboim, der Dirigent und Komponist, ist Generalmusikdirektor der Staatsoper Unter den Linden in Berlin. Der 66-Jährige ist ein musikalisches Idol für den Hobbypianisten Keitel – aber mit seinem Streben nach Versöhnung zwischen Israelis und Palästinensern auch politisches Vorbild. Der neue BDI-Chef interessiert sich für kulturelle und gesellschaftliche Themen, weshalb er schonmal als „der feine Mann vom Bau“ bezeichnet wurde.

DER WIDERSACHER

Klaus Wowereit ist wohl einer der wenigen Menschen, der dem neuen BDI-Präsidenten schon einmal einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Als alle Gebote für den Terminalneubau des Flughafens Berlin Brandenburg International (BBI) weit über den veranschlagten Kosten lagen, setzte der Regierende Bürgermeister Berlins eine neue Ausschreibung durch. Hochtief war einer der vier Bieter, die so nicht zum Zuge kamen. Keitel hatte da den Vorstandsvorsitz zwar schon abgegeben. Aber für den neuen Flughafen hatte er sich persönlich stark engagiert.

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