WEGBEGLEITER : Konsequent dabei

DAS IDOL

Finanz- und Wirtschaftspolitik konnte er auch. Aber der ehemalige Bundeskanzler Helmut Schmidt ist für Nußbaum ein Vorbild, „weil er hoch kompetent und immer konsequent war“. Er habe den SPD-Politiker aus Hamburg stets „gut gefunden“. Leider sei dieser 1982 mit der sozialliberalen Koalition gescheitert, aber das mache ihn eigentlich noch interessanter. Ähnliche Sympathie wie für Schmidt hegt Nußbaum für die Alt-Liberalen Gerhart Baum und Burkhardt Hirsch als Verfechter der persönlichen Grundfreiheiten.

DER ENTDECKER

Es hätte auch jemand anderes sein können. Ein anderer wohlhabender Kaufmann, der sich für seine Heimatstadt Bremen engagiert. Aber der langjährige Bremer Bürgermeister Henning Scherf fragte 2003 den parteilosen Unternehmer Nußbaum, ob er in seiner SPD/CDU-Koalition Wirtschaftssenator werden wolle. Er wollte einen unabhängigen Mann, der im starken Bürgertum der Hansestadt gut verankert und auch ehrenamtlich engagiert war. Unkonventionell, offen, international erfahren. Nußbaum sagte zu, aber dann beanspruchte der CDU-Mann Henning Perschau das Wirtschaftsressort plötzlich für sich und machte den Platz in der Finanzbehörde frei. Bis 2007 kümmerte sich Nußbaum um den Haushalt des Finanznotlagelandes Bremen.

DIE EHEFRAU

Er steht dazu, „ein bisschen altmodisch und immer noch mit der ersten Frau verheiratet zu sein“.

Birgitt Nußbaum (49) hat ihren Mann vor 30 Jahren kennengelernt. Die Bremer Verwaltungsrichterin ist seit dem Umzug nach Berlin vorerst nicht mehr berufstätig,

managt die Familie und begleitet ihren Mann

gelegentlich bei öffentlichen Veranstaltungen.

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