WEGBEGLEITER : Licht und Schatten

DIE EHEFRAU

Karin Seehofer hat ihrem Mann verziehen. Nach 21 Ehejahren wurde 2007 seine Affäre mit einer jungen Juristin in Berlin bekannt. Monatelang war Seehofer zwischen Gattin und schwangerer Geliebten hin- und hergerissen – am Ende entschied er sich für Frau und Familie.

DER UNTERSTÜTZER

Edmund Stoiber ist einer der größten Förderer des künftigen CSU-Chefs. Mag sein, dass Dankbarkeit mitschwingt: Beckstein und Huber hatten Stoiber Anfang 2007 gestürzt – Seehofer machte bei dem Putsch nicht mit. Dabei war es Stoiber gewesen, der ihn drei Jahre zuvor hatte fallen lassen, um die Unionseinheit nicht zu gefährden. Seehofer musste als Fraktionsvize aufgeben. Später setzte Stoiber ihn dann als zweiten CSU-Minister in Merkels Kabinett durch.

DER VORGÄNGER

Wenn es Sanktionen gegen Seehofer gegeben hat, sind sie meist von Erwin Huber organisiert worden. Huber ist ein bekennender Seehofer-Gegner. Er werde noch auf dem Sterbebett die Hand heben, um gegen Seehofer zu stimmen, soll er einmal gesagt haben. Seehofer wiederum hat seine Verachtung für den Stoiber- Adlatus stets offen gezeigt. Manche vermuteten auch, dass die Indiskretion, die seine Liebesaffäre mitten im Stoiber-Nachfolgekampf publik machte, aus dem Huber-Lager gekommen ist.

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