WEGBEGLEITER : Mut und Übermut

DER FÖRDERER

Den Kölner Kardinal Joseph Frings lernte Ratzinger 1959 kennen, drei Jahre später nahm dieser ihn als Berater zum Zweiten Vatikanischen Konzil mit. Ratzinger entwarf Frings berühmte Rede, in der er die Methoden des Heiligen Offizium, der Vorgängerbehörde der Kongregation der Glaubenslehre, als „nicht im Geringsten der heutigen Zeit entsprechend und einen Grund des Anstoßes für die Welt“ geißelte.

DER GEGNER

Hans Küng und Ratzinger waren einmal befreundet. Der Schweizer Theologe holte ihn 1966 an den renommierten Lehrstuhl für Dogmatik in Tübingen. Sie trafen sich jahrelang zum Abendessen. Doch die Freundschaft zerbrach während der Studentenbewegung: Wo Ratzinger schockiert war und sich von einer zu liberalen Theologie verabschiedete, blieb Küng kirchenkritisch. Zehn Jahre später spielte Ratzinger eine Schlüsselrolle bei der Entscheidung Roms, Küng die Lehrerlaubnis zu entziehen.

DER VERTRAUTE

Ratzinger und Tarcisio Bertone kennen sich schon lange, zuletzt durch ihre Arbeit bei der Glaubenskongregation. Bertone war als Sekretär für Ratzinger oft in schwieriger Mission unterwegs. 2006 machte ihn Ratzinger, nun als Papst, zum Kardinalstaatssekretär, zum mächtigsten Mann im Vatikan nach dem Papst.

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