Zeitung Heute : Wegweiser: Teuflisch gut radeln

Auskünfte erteilt der Tourismusverband Nieder

Ein kleiner Teufel auf einem Zweirad wird vom Mai an Radwanderern den Weg durch Tagebaulandschaften der Lausitz weisen. Einst als Markenzeichen auf den Rekord-Braunkohlebriketts eingeprägt, wurde er zum Maskottchen der 309 Kilometer langen Bergbautour auserkoren, wie der Fremdenverkehrsverband Niederlausitz am Montag in Spremberg mitteilte. Mit Cottbus und Senftenberg als zentralen Punkten soll der Pfad von der Kohle geprägte Landschaften von Forst an der polnischen Grenze bis Fürstlich Drehna (Dahme-Spreewald) Urlaubern und Erholungssuchenden erschließen. 18 Bahnhöfe an der Strecke erlauben eine bequeme Anreise. Fahrräder können mitgebracht oder vor Ort ausgeliehen werden.

Abstecher führen in den Spreewald, zu Deutschlands ältester erhaltener Brikettfabrik "Louise" in Domsdorf (Elbe-Elster), zum Muskauer Faltenbogen an der Landesgrenze zu Sachsen sowie in den Spreewald. Einbezogen werden die drei aktiven Niederlausitzer Tagebaue mit den Aussichtspunkten und das Kraftwerk Schwarze Pumpe, wo die Plattform auf dem Kesselhaus einen weiten Blick über die Region ermöglicht. In der Sanierung befindliche Braunkohlegruben, Bergbaufolgelandschaften mit dem Senftenberger und dem künftigen Ilse-See, technische Denkmale wie die Abraumförderbrücke F 60 bei Lichterfeld liegen am Weg. Zum Rasten laden Museen, Schlösser, Parks und die Projekte der Internationalen Bauausstellung Fürst-Pückler-Land ein.

Das Projekt werde von Fremdenverkehrsvereinen der Region, Museen, Hotels, Pensionen, Kultureinrichtungen und Dienstleistern unterstützt, sagte die Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Niederlausitz, Kathrin Winkler. Die Route kann in einzelnen Abschnitten oder als Mehrtagetour abgefahren werden. Am 28. und 29. April wird beim Anradeln im Land Brandenburg und der Tour in den Frühling der familienfreundliche Radwanderweg erstmals unter die Pneus genommen. Bis dahin hat das Maskottchen, das nach einem Lausitzer Sprichwort die Kohle einst in der Region verbuddelt haben soll, vielleicht auch einen Namen.

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